Sicherheit

Richtig reagieren ist im Brandfall überlebenswichtig

Ein Rauchwarnmelder kann Leben retten, machte Feuerwehrchef Sebastian Schriewer Zuhörern bei seinem Vortrag klar.

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Ein Rauchwarnmelder kann Leben retten, machte Feuerwehrchef Sebastian Schriewer Zuhörern bei seinem Vortrag klar.

Rheinberg.   Sebastian Schriewer, Leiter der Feuerwehr in Rheinberg, gab bei einem Vortrag im Mehrzweckraum des Stadthauses Tipps zum Brandschutz.

Ein Brand kann von jetzt auf gleich alles verändern: Nicht nur der materielle Schaden ist immens, noch schmerzhafter ist der Verlust eines Menschen, der sich nicht rechtzeitig aus den Flammen retten konnte. Um solch dramatische Szenarien zu verhindern, informierte Sebastian Schriewer, Leiter der Feuerwehr Rheinberg, am Montagnachmittag über Rauchwarnmelder, Vermeidung von Bränden und das richtige Verhalten im Brandfall.

Der Vortrag richtete sich vor allem an Senioren – aus einem einfachen Grund: Die neuste Statistik, die 2017 veröffentlicht wurde, allerdings auf Zahlen aus dem Jahr 2015 beruht, zeigt, dass die meisten Brandtodesopfer zwischen 75 und 80 Jahren sind. „Insgesamt gab es 2015 343 Brandtote, 46 davon waren in der Altersspanne zwischen 75 und 80 Jahre alt“, erklärte Schriewer. Das sei ein deutlicher Anstieg in der Kohorte der Senioren. „Das Risiko, dass Senioren bei einem Wohnungsbrand ums Leben kommen, ist fast doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung.“ Schriewer zeigte dem recht kleinen Publikum im Stadthaus dann ein Video, in dem deutlich wurde, wie schnell eine umgekippte Kerze ein ganzes Zimmer in Brand setzen kann – es dauerte nur zwei, drei Minuten.

Gespannt hörten die Besucher dann den Tipps des Experten zu: „Auch wenn es bequemer ist, man sollte auf die Standby-Funktion bei Geräten verzichten. Ein Großteil der Brände in der Nacht, entsteht durch solche Geräte“, weiß der Feuerwehrmann. Egal, ob Fernseher, Föhn oder Toaster: Schriewer rät, nachts alle Stecker zu ziehen.

Sollte es zu einem Brand kommen, solle man abwiegen, ob es sinnvoll ist, selbst Löschmaßnahmen durchzuführen oder ob es besser ist, sich direkt in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu rufen. Auch die Besucher stellten Fragen. So zum Beispiel, wie sinnvoll Löschdecken seien. „Sehr gut“, sagte Schriewer. „Löschdecken sind ideal, um brennende Kleidung am Körper zu löschen.“ Dann kam das Thema Feuerlöscher auf. „Ich habe zwar einen Feuerlöscher, allerdings weiß ich gar nicht so richtig, wie der funktioniert“, sagte eine Besucherin. Dafür gebe es extra Kurse, in denen man solch einen Pulverlöscher ausprobieren kann, um im Falle eines Falls schnell ein kleineres Feuer löschen zu können, erklärte Sebastian Schriewer.

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