Natur

Rodungsarbeiten im Winkelschen Busch in Sonsbeck

Ein et­wa 1,6 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßes Are­almusste gerodet werden.

Ein et­wa 1,6 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßes Are­almusste gerodet werden.

Foto: pm

Sonsbeck.   Sturmtief Friederike und der heiße Sommer führten dazu, dass Bäume abstarben. Jetzt soll an einigen Stellen wieder aufgeforstet werden.

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Das Sturm­tief Frie­de­ri­ke, das im Ja­nu­ar 2018 über den Nie­der­rhein zog, so­wie der ex­trem tro­cke­ne Som­mer ha­ben auch im Win­kel­schen Busch ih­re Spu­ren hin­ter­las­sen, zu­nächst eher un­schein­bar, nun je­doch nicht mehr zu über­se­hen. Denn zwi­schen der Gel­der­ner Stra­ße und dem Wald­sport­pfad muss­te ein et­wa 1,6 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßes Are­al jüngst ge­ro­det wer­den. „Ge­plant war das von uns na­tür­lich nicht, aber wir hat­ten letzt­lich kei­ne an­de­re Wahl“, er­klärt der zu­stän­di­ge Re­vier­förs­ter Chris­to­pher Koch. „Vie­le Bäu­me hat­ten beim Sturm Schä­den ge­nom­men. Und durch die lan­ge Tro­cken­heit im Som­mer so­wie die hie­si­gen san­di­gen Bö­den konn­te sich der Bor­ken­kä­fer un­ge­mein stark ver­meh­ren.“

Da die Fich­ten, die in die­sem Are­al haupt­säch­lich stan­den, durch die Sturm­schä­den und auch die Hit­ze nicht mehr ge­nug Was­ser auf­neh­men konn­ten, konn­ten sie auch kei­ne Ab­wehr­kräf­te ge­gen den Kä­fer ent­wi­ckeln – na­he­zu je­der Baum im Ge­biet wur­de be­fal­len. „Da­her hat­ten wir kei­ne an­de­re Wahl, zu­mal dort auch ei­ne er­höh­te Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht be­steht“, sagt Koch. To­te Bäu­me hät­ten auf die Gel­der­ner Stra­ße oder den Wald­sport­pfad fal­len und Men­schen in Ge­fahr brin­gen kön­nen.

Be­reits im Au­gust 2018 ha­be man die gro­ben Schä­den des Sturms be­sei­tigt, nun et­wa zwei Wo­chen lang ge­ro­det. „Es wa­ren nicht mehr vie­le ge­sun­de Bäu­me in die­sem Be­reich. Hät­ten wir die­se ste­hen ge­las­sen, hät­ten wir im Früh­jahr wie­der kom­men müs­sen, da die dann mit Si­cher­heit eben­falls be­fal­len ge­we­sen wä­ren“, er­läu­tert der Re­vier­förs­ter, der für ins­ge­samt 2000 Hekt­ar Wald­flä­che zu­stän­dig ist, dar­un­ter auch die Leucht in Kamp-Lint­fort.

In den kom­men­den Mo­na­ten soll sich die Na­tur das Ge­biet zu­rück­er­obern, zu­dem ist ei­ne er­gän­zen­de Auf­fors­tung ge­plant. „Wir set­zen zum gro­ßen Teil auf die Na­tur­ver­jün­gung, aber wer­den auch selbst ak­tiv. Das dau­ert al­ler­dings ein we­nig, bis dort wie­der auf­ge­fors­tet wer­den kann.“ Koch rech­net da­mit, dass dies nicht mehr in die­sem Jahr ge­schieht.

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