Unterstützung

Sinnvolle Freizeit mit der Hilfsorganisation Weitblick

Guido Henseler und Agnes Maxsein von der Kinder-, Jugend und Familienhilfe Weitblick auf dem Eulenhof in Alpen-Menzelen-Ost helfen gerne.

Guido Henseler und Agnes Maxsein von der Kinder-, Jugend und Familienhilfe Weitblick auf dem Eulenhof in Alpen-Menzelen-Ost helfen gerne.

Foto: arfi

Alpen-Menzelen-Ost.   Der Verein „Weitblick“ hilft Kindern aus armen Familien. Jetzt gab es auf dem Eulenhof in Alpen-Menzelen-Ost ein Sommerfest als Dank an die Gönner.

„Wir möchten Kindern aus kinderreichen oder armen Familien einen erweiterten Aktionsradius ermöglichen, ihnen eine sinnvolle Freizeitgestaltung in der Natur anbieten“, erklärt Guido Henseler. Vor acht Jahren hat der Heilpraktiker für Psychotherapie den Verein „Weitblick“ gegründet. Unterstützt wird der hauptsächlich in Alpen tätige Verein von Sponsoren.

Mit einem großen Sommerfest auf dem Eulenhof in Menzelen-Ost haben sich die Mitglieder bei den Gönnern bedankt. „Gerade große Familien können sich nicht mehr mit den Bedürfnissen jedes Einzelnen beschäftigen. Wir holen die Kinder ab, fahren mit ihnen in die Eifel oder an die Ruhr“, erzählt Henseler. Den Anforderungen der Zeit zu entsprechen, falle vielen Eltern vor allem finanziell schwer. „Oft werden vorhandene Mittel falsch eingesetzt. Kinder haben die neueste Spielekonsole, aber nur ein Paar Schuhe. An dieser Stelle beraten wir.“

Viele Hilfsangebote

Das Spektrum der Hilfsangebote geht aber weit darüber hinaus. Mit dem Projekt „Not-Insel“ beispielsweise bietet der Verein Kindern und Jugendlichen, die in Gefahr sind, einen Zufluchtsort. „Mit jedem Geschäft in Alpen, an dem sich dieser grüne Aufkleber befindet, haben wir einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Das heißt, die Kinder werden dort beschützt, sie sind sicher“, so Henseler. Daneben werden junge Eltern durch den Aufkleber auf die Hilfsorganisation aufmerksam. Eine wichtige Rolle spielt der Verein auch bei häuslicher Gewalt. Denn nur allzu oft werden Übergriffe von Nachbarn bemerkt, die sich davor scheuen, die Polizei oder das Jugendamt einzuschalten.

„Wir übernehmen den Job gerne“

„Wer einen Verdacht hat, darf sich an uns wenden, wir übernehmen den Job gerne“, so Henseler. Einen geschützten Raum finden Kinder auch auf dem Eulenhof vor. Nicht nur das: Sie dürfen sich hier so richtig austoben oder im Sommer auf der riesigen Streuobstwiese hinter dem Haus zelten. Beobachtet werden sie dabei von zwei Pferden, einem Hund, Ziegen und Schafen.

Helfen kann dem Verein übrigens jeder, und das ohne großen Aufwand. Zum Beispiel bei dem Projekt „Lade ein Kind ein“, in dem es darum geht, Kindern aus sozialen Einrichtungen in einer familiär begleiteten Freizeitgestaltung wie basteln, malen oder kochen zu einer positiven Lernerfahrung zu verhelfen. „Mit unserer Arbeit möchten wir den Menschen Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie etwas ändern können“, so Henseler.

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