Politik

Sonsbeck hat einen Haushalt mit einer schwarzen Null

Soll demnächst  ausgebaut werden: der Stichweg zum Willy-Lemkens-Sportpark in Sonsbeck.

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Soll demnächst ausgebaut werden: der Stichweg zum Willy-Lemkens-Sportpark in Sonsbeck.

Sonsbeck.   Und das trotz der sechsstelligen Investitionen in zum Beispiel des Breitbandausbau im Außenbereich und den Ausbau des Stichwegs zum Sportpark

Der Haushalt 2018 der Gemeinde Sonsbeck weist eine Besonderheit auf: Er ist strukturell ausgeglichen. „Wir schreiben eine schwarze Null“, freute sich Bürgermeister Heiko Schmidt gestern am Tag nach der Ratssitzung darüber, dass das von der Verwaltung vorgelegte und in den politischen Gremien diskutierte Zahlenwerk jetzt auch endgültig seine Zustimmung bekommen hatte.

Sonsbeck gehört damit zu den wenigen Kommunen von den 396 im Land, denen das gelungen ist. „Im Jahr 2017 waren das weniger als 50“, so Schmidt im Gespräch mit der NRZ. Es gab aber keine einhellige Freude darüber: Die SPD und die FDP stimmten gegen den Haushalt, die Grünen enthielten sich, CDU und BIS sprachen sich für die Verwaltungsvorlage aus.

Ob es mit dem Etatentwurf für das Jahr 2019 wieder gelingt, einen strukturellen Ausgleich herbeizuführen, mag Schmidt nicht vorhersagen. „Wir hatten 2017 außergewöhnlich hohe Gewerbesteuereinnahmen. Das kann sich im laufenden Jahr natürlich verändern. Und zusätzlich gab es auch noch hohe Schlüsselzuweisungen vom Land.“ 2018 könne das ganz anders aussehen. Erfahrungsgemäß folge auf ein Jahr mit hohen Gewerbesteuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen ein Jahr mit zumindest geringer ausfallendem Geld vom Land.

Den guten Haushalt 2018 hat die Gemeinde Sonsbeck aber genutzt, um eine Menge Geld für Investitionsmaßnahmen einzuplanen. Dazu zählen zum Beispiel etwa 600 000 Euro für den Breitbandausbau im Außenbereich des Dorfs, aber auch Projekte wie der Ausbau des Stichwegs zum Willy-Lemkens-Sportpark oder der Skatepark. Er erhält zwar Fördermittel aus dem Leaderprogramm, aber auch Sonsbeck muss ungefähr 200 000 Euro beisteuern.

Der Etat 2018 beinhalte aber auch „viele Investitionen in Schulen“, so Schmidt, zu denen es Landeszuschüsse gebe aus dem Programm „Gute Schule 2020“ und dem Kommunalinvestitionsfördergesetz. „Wir haben unsere Schulen regelmäßig instand gehalten“, erklärte der Bürgermeister. „Sie sind in einem guten Zustand und müssen nur punktuell verbessert werden.“

Was wird aus der Turnhalle?

Noch nicht ganz klar ist, wie es um die Zukunft der Turnhalle steht. Schmidt: „Sie ist 44 Jahre alt. Um kleinere Sanierungen kümmern wir uns, aber mittelfristig werden wir Vorschläge machen, wie mit der Immobilie umzugehen ist, auch wenn der Verwaltungsvorschlag eines Neubaus abgelehnt wurde.“

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