Straßenbau

Sonsbeck: L 77 in Labbeck soll dieses Jahr saniert werden

Am Labbecker Ortseingang in Sonsbeck treten die Schäden der L77 offensichtlich zu Tage.

Am Labbecker Ortseingang in Sonsbeck treten die Schäden der L77 offensichtlich zu Tage.

Foto: Armin Fischer

Sonsbeck.  Das Verkehrsministerium kündigte die Sanierung der Marienbaumer Straße noch für dieses Jahr an. So könnte nachts wieder etwas ruhiger werden.

Jahrelang wurde gefragt, geredet, verhandelt, immer wieder kam man zu keiner Lösung. Doch jetzt ging es ganz schnell. Wie das NRW-Verkehrsministerium und der Landesbetrieb Straßen NRW auf Anfrage unserer Redaktion am Dienstag bestätigten, soll die Marienbaumer Straße (L77) in Labbeck noch in diesem Jahr saniert werden. „Die Ausschreibung läuft bereits, im Sommer soll die Maßnahme dann umgesetzt werden“, sagte ein Sprecher von Straßen NRW.

Offenbar zahlt sich die Hartnäckigkeit der Labbecker Anwohner und Sonsbecker Politik nun doch eher aus, als alle vermutet hatten. Denn bereits seit Jahren beklagen Labbecker die Probleme, die vor allem der Schwerlastverkehr zur Rübensaison in den Nachtstunden bereitet. Ein Teil dieser Probleme kann nun möglicherweise bald der Vergangenheit anhören. Denn gerade aufgrund des schlechten Zustands der Marienbaumer Straße verursachten die Lkw und Rübentransporter immer wieder großen Lärm, der viele Anwohner nachts senkrecht im Bett sitzen ließ.

Sanierung in Sonsbeck: Probleme seien dem Verkehrsministerium bekannt

Auch der Sonsbecker Hans-Peter Kamps, der für die CDU im RVR-Strukturausschuss sitzt, hakte immer wieder nach und bat die Parteikollegin und Landtagsabgeordnete Charlotte Quik, doch einmal im Verkehrsministerium nachzufragen, wann sich in Labbeck etwas tun werde. Quik überbrachte nun jüngst die freudige Botschaft von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU): Die Probleme in Labbeck seien im Ministerium bekannt, daher sei die Umsetzung der Sanierung für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. „Ein entsprechender Vertrag wird derzeit vorbereitet“, teilte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage unserer Redaktion darüber hinaus mit.

Die Dauer sowie die Kosten der anfallenden Arbeiten konnten jedoch noch nicht abgeschätzt werden. Die neuesten Entwicklungen überraschten derweil auch die Verantwortlichen im Sonsbecker Rathaus. „Wir hatten Straßen NRW ja in der Vergangenheit mehrfach darum gebeten, die Situation in Labbeck neu zu bewerten. Aber die letzte Nachricht, die uns erreichte, lautete, dass eine Sanierung vorerst nicht geplant sei“, sagte Bürgermeister Heiko Schmidt am Dienstag.

Marienbaumer Straße: Geringer Aufwand für Verbesserung

Dass die Verwaltung über die neuesten Entwicklungen vom Landesbetrieb nicht informiert wurde, überrasche ihn derweil nicht. „Wir bekommen eigentlich immer erst eine Info, kurz bevor die Maßnahme dann beginnt.“ Dennoch freut es Schmidt, dass die Lärm-Probleme in Labbeck künftig zumindest teilweise gelöst sein könnten. „Es gibt Straßen, da gibt der optische Zustand nicht immer Aufschluss darüber, wie sanierungsbedürftig sie eigentlich sind. Das ist bei der Marienbaumer Straße der Fall.“

Daher sei es immer schon Meinung der Verwaltung gewesen, dass mit relativ geringem Aufwand eine deutliche Verbesserung der Situation erreicht werden könne. „Und eventuell hat ja auch das von uns in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten einen kleinen Anstoß gegeben, nun in Labbeck tätig zu werden“, so Schmidt. Dessen Ergebnisse lassen derweil aber noch auf sich warten, die Auswertung der gesammelten Daten läuft derzeit noch. Nichtsdestotrotz: Viele Labbecker dürften in naher Zukunft nachts wieder deutlich besser schlafen können.

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