Grillen

Sonsbecker Grillfleisch-Automat begeistert Hobbygrillmeister

Anneliese Hawix von der Fleischerei Hawix betreibt auf dem eigenen Hof auch einen Grillfleischautomat

Foto: NRZ

Anneliese Hawix von der Fleischerei Hawix betreibt auf dem eigenen Hof auch einen Grillfleischautomat

Sonsbeck.   Familie Hawix hat einen Grillfleisch-Automaten auf dem Hof stehen. Kurzentschlossene finden hier alles, was es zu einem kompletten Grillabend braucht.

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Samstagabend, 21 Uhr: Petrus meint es besser als der Wetterfrosch im Fernsehen es vorhergesehen hat. Der Abend auf der Terrasse muss noch lange nicht vorbei sein, aber irgendwie wäre es ja doch ganz schön, wenn es zum kühlen Bier noch eine stilechte Wurst vom Grill geben könnte. Aber wie kommt man jetzt noch an Wurst, Fleisch, Saucen, Grillkohle und Co.?

Zumindest die Bürger in und um Sonsbeck haben seit drei Jahren dann keine Fragenzeichen mehr über den Köpfen, denn sie fahren einfach zum Hof von Anneliese und Theo Hawix am Plooweg. In einer kleinen Gartenhütte auf dem Hof steht nämlich ein Grillfleisch-Automat, aus dem die Hungrigen auch dann noch eine Wurst ziehen können, wenn der Supermarkt längst die Pforten geschlossen hat.

Neffe der Familie fragt abends nach frischem Grillfleisch

„Auf die Idee ist unser Neffe gekommen. Der rief oft am Wochenende spät noch an und wollte spontan Grillfleisch haben“, erinnert sich Anneliese Hawix. Doch die überschüssige Ware von den Marktständen war zu dem Zeitpunkt längst gepökelt und nicht mehr für den abendlichen Grillgenuss geeignet. „Irgendwann hatte er einen Metzger entdeckt, der auch nach Ladenschluss noch Kühlschränke für seine Kunden parat stehen hatte, aus denen sie frisches Fleisch bekommen konnten“, so Hawix.

Zunächst war Anneliese Hawix von der Idee nicht sonderlich angetan, „aber mein Mann war sofort begeistert“. Und so stand schon kurze Zeit später ein Kühlschrank im Ladenbereich. Als der Neffe der Hawix dann einen Automaten in Düsseldorf fand, der den Kühlschrank perfekt ersetzen konnte, wurde umgerüstet und auf die heutige Technik gesetzt. Weil der rund zwei Meter hohe Schrank aber nicht in den Laden passte, wurde die Holzhütte angeschafft und auf das Gelände gesetzt.

Fleisch stammt hauptsächlich aus eigener Fleischproduktion

Der Automat bietet tatsächlich fast alles, was das Herz eines Hobbygrillmeisters begehrt. Vier Sorten Würstchen, Bauchfleisch, Nackenkoteletts, drei Sorten Lummersteaks und Hähnchenfleisch. Bis auf das Hähnchenfleisch stammt alles aus eigener Hofproduktion. Denn Hawix’ haben neben 170 Rindern auch 250 Liegeplätze für Schweine auf dem Hof. Hier wird von der Aufzucht bis zur Fleischverarbeitung noch alles selbst gemacht – „bis auf das Schlachten. Dafür arbeiten wir seit Jahren mit einem anderen Betrieb zusammen“, so Hawix.

So schafft es die Familie auch, die Qualität ständig zu gewährleisten. „Wir tauschen die Ware im Automaten regelmäßig aus. Zweimal am Tag kontrolliere ich die Temperatur. Da bin ich schon sehr pingelig. Fehler müssen wir ausschließen.“ Der Automat läuft standardgemäß auf knapp drei Grad, steigt die Außentemperatur extrem an, können es auch mal ein oder zwei Grad mehr sein. Das Fleisch ist darüber hinaus auch vakuumverpackt.

Der Automat ist längst fester Bestandteil des Geschäfts geworden und ist mehr als nur ein zusätzlicher Service für die Kunden. „Wir sind mit dem Ertrag durchaus zufrieden. Es geht uns dabei nicht nur um die Kundenbindung.“ Wer dennoch Sonderwünsche hat, findet eine größere Auswahl im Hofladen der Familie (dienstags und mittwochs 10 bis 18 Uhr, freitags und samstags 9 bis 12 Uhr).

Diebstähle nur in der Anfangszeit – Hütte wird videoüberwacht

Probleme mit dem Automaten gab es nur in der Anfangszeit, zweimal wurde die Familie bestohlen. Die kleine Gartenhütte auf dem Gelände ist aber videoüberwacht und mit einem Bewegungsmelder ausgerüstet. Seitdem ist Ruhe. „Wir würden das Angebot auch sofort wieder absetzen, wenn es noch einmal solche Probleme gäbe. Das ist natürlich auch ein Geschäft auf Vertrauensbasis. Aber wer das Angebot nutzen möchte, der bezahlt seine Waren auch“, sagt Anneliese Hawix.

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