Skaterpark

Sonsbecker Skatepark wird deutlich teurer

    Der erste Entwurf des neuen Skateparks.   

    Der erste Entwurf des neuen Skateparks.  

Sonsbeck.  Die neue Anlage an der Balberger Straße wird rund 100.000 Euro mehr kosten als geplant. Grund sind falsche Annahmen zum Grundwasserspiegel

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Manchmal verkalkuliert man sich. So wie Diplom-Ingenieur Ralf Maier. Der Kölner Landschaftsarchitekt hatte die Kosten für den geplanten Skaterpark an der Balberger Straße im März 2018 noch auf rund 200.000 Euro beziffert. „Leider haben wir keine Punktlandung hingelegt. Der Skaterpark wird deutlich teurer als angenommen,“ sagte Bürgermeister Heiko Schmidt im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde.

Grund sei der hohe Grundwasserstand. Deswegen musste nachgebessert werden. Die Anlage wird 310.342 Euro kosten, Planungskosten in Höhe von 36.490 Euro inbegriffen. 65 Prozent oder 201.722 Euro gibt es als Fördermittel aus Leader-Töpfen, bleiben 108.619 Euro (35 Prozent), die die Gemeinde aus eigener Tasche bezahlen muss – so lautet zumindest Variante A. Die Alternative: Durch Eigenleistung des Bauhofes den Eigenanteil auf rund 91.000 Euro reduzieren, schlug der neue Bauamtsleiter Georg Schnitzler vor, der übrigens bezweifelte, dass der Landschaftsarchitekt den Skaterpark je für 200.000 Euro hätte bauen können.

FDP-Ratsherr Jürgen Kühne zeigte sich „entsetzt über eine Kostensteigerung von 50 Prozent“. Den Bauhof müsse man unbedingt aus dem Spiel lassen, der sei doch jetzt schon überlastet. Die normale Arbeit sei doch so schon kaum zu bewältigen. Wie der Bauhof denn dann noch zwei weitere Großprojekte – Skaterpark und demnächst den Aussichtsturm – schultern soll, fragte sich Kühne. „Wenn ich das richtig sehe, fehlen dem Bauhof zur Zeit drei Leute, unter anderem ein Leiter. Und was ist mit den Überstunden, die sich bei dem ein oder anderen bereits auf 300 summiert haben?“

Horst Gehrke (BiS) sprang für den Landschaftsarchitekten in die Bresche: „Da hat sich jetzt ein Planer um zwei Meter verschätzt, was das Grundwasser angeht. Das kann passieren.“ Ludger Peters (SPD) nahm das Stichwort auf und fragte sich, wie es sein kann, dass die asphaltierte Fläche im neuen Entwurf um 20 Prozent größer ist als vorher. „Hat man sich hier auch verschätzt?“ Und warum, so der SPD-Ratsherr weiter, habe man nicht von Anfang an die Arbeitsstunden des Bauhofes in die Kalkulation eingebracht, wenn man überzeugt sei, dass die Mitarbeiter das schaffen? Matthias Broeckmann (CDU) sprach noch einmal den Baum an, der mitten im geplanten Skaterpark steht. „Ich meine, der hat da nichts zu suchen, der muss weg.“

Nach langer Diskussion waren sich alle Fraktionen im Haupt- und Finanzausschuss einig, in den sauren Apfel zu beißen und den Bauhof nicht in die Pflicht zu nehmen: Bei einer Enthaltung (Grüne) votierten sie für Variante A. Der Skaterpark soll für 310.342 Euro gebaut werden. Jetzt geht der Antrag noch in den Rat, im April soll die Ausschreibung entsprechend angepasst werden, bis Mitte Mai rechnet Bauamtsleiter Schnitzler mit den Angeboten. Auch die Leader-Gruppe muss die höheren Kosten noch absegnen, ebenso die Bezirksregierung. Schnitzler rechnet damit, dass man im Juli mit dem Bau des Skaterparks loslegen kann.

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