Wahl in Alpen

SPD Alpen nach der Wahl: Ein „Weiter so“ kann es nicht geben

Ein „Weiter so“ kann es dem SPD-Fraktionschefs Jörg Banemann zufolge nicht geben.

Ein „Weiter so“ kann es dem SPD-Fraktionschefs Jörg Banemann zufolge nicht geben.

Foto: Fischer, Armin

Alpen.  Die Alpener Sozialdemokraten fuhren mit 15,6 Prozent eines ihrer schlechtesten Wahlergebnisse ein. Die Grünen kamen deutlich besser weg.

Bürgermeister Thomas Ahls ist, wenn auch mit deutlich weniger Stimmen als 2014, im Amt bestätigt worden. Die CDU hat ihre absolute Mehrheit mit 51 Prozent knapp verteidigt, aber ein Ratsmandat verloren. Große Veränderungen gab es dahinter: Während die SPD rund ein Drittel der Stimmen verlor, sind die Grünen mit einem Ergebnis von 19,58 Prozent und sechs Sitzen jetzt die zweitstärkste Kraft im Alpener Gemeinderat. Die FDP konnte ihr Ergebnis ebenfalls steigern und ist mit 9,07 Prozent und drei Sitzen vertreten. Neu im Rat ist Die Partei mit einem Sitz. Reaktionen zur Wahl:

Thomas Ahls, Bürgermeister: „Ich akzeptiere den Wählerwillen und fühle mich in meiner Politik bestätigt. Wir werden weiterhin alle Parteien in die Entscheidungsfindung einbeziehen, so wie wir das immer gemacht haben.“

Timo Aldenhoff, parteiloser Herausforderer: „Ich bin mit dem Ergebnis (22,53 Prozent) sehr zufrieden. Ich konnte in meinem Wahlkampf Themen wie etwa die Forderung nach mehr Transparenz in den Fokus rücken, die jetzt hoffentlich von den Parteien aufgegriffen werden.“

Sascha van Beek, Vorsitzender der CDU Alpen: „Wir haben uns mehr erhofft, aber es ist ein realistisches Ergebnis. Thomas Ahls ist im ersten Wahlgang gewählt worden und wir haben erneut die absolute Mehrheit. Damit haben wir unsere Ziele erreicht, unsere Politik ist vom Wähler bestätigt worden.“

Peter Nienhaus, Grünen-Parteichef und Bürgermeisterkandidat: „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, unsere Fraktion mit sechs Sitzen um 50 Prozent aufzustocken und das ist uns gelungen. Wir wollen weiterhin unsere Themen wie Arten- und Klimaschutz in konstruktiver und zielführender Zusammenarbeit mit den anderen Parteien umsetzen. Dass ich es nicht geschafft habe, Bürgermeister zu werden, ist nicht schlimm. Uns ging es mit der Kandidatur in erster Linie darum, ein Gesicht zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.“

Jörg Banemann, Fraktionsvorsitzender der Alpener SPD: „Ein weiter so kann es bestimmt nicht mehr geben. Wir werden natürlich analysieren, wo und an wen wir Stimmen verloren haben, aber ich gehe davon aus, dass sich viele junge Menschen von uns abgewendet haben. Diese Menschen gilt es jetzt, thematisch anzusprechen, ohne unsere älteren Wähler aus dem Auge zu verlieren.“

Thomas Hommen, Fraktionsvorsitzender der Alpener FDP: „Wir freuen uns über ein Mandat mehr, aber unser Minimalziel waren vier Sitze. Wir werden uns auch in Zukunft nicht verbiegen und weiterhin authentische Politik machen. Wir sprechen mit allen Parteien und wenn uns ein Thema überzeugt, unterstützen wir das.“

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