Umweltschutz

SPD Rheinberg fordert mehr Bäume und Grün für Artenvielfalt

Landhaus Steinhoff, Rheinberg-Eversael

Landhaus Steinhoff, Rheinberg-Eversael

Foto: NRZ

Rheinberg.  Die SPD möchte mehr Klimaschutz. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten konkrete ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen erarbeitet werden.

Artenvielfalt wird überall gefordert – aber was heißt das eigentlich konkret? Die Stadtverwaltung hat jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, die in nächster Zeit umgesetzt werden sollen. An der Millinger Straße etwa wird eine Baumreihe angepflanzt, gleichzeitig wird ein 280 Meter langer und 2,80 Meter breiter Begleitstreifen angelegt. Ähnlich wird an der Heydecker Straße und an der Heidestraße, ebenfalls in Millingen, verfahren. Auch dort kommen jeweils eine Baumreihe und ein artenreiches Bankett auf einer Länge von 200 Metern und einer Breite von zwei bis drei Metern hin.

Am Benderweg in Eversael werden sieben Bäume gepflanzt. Zudem wird dort entweder das Bankett wieder hergestellt oder alternativ eine zweireihige Weißdornhecke angelegt. Am Rüttgersteg wird der vorhandene Baumbestand um sieben weitere Bäume ergänzt. Die Kosten für alle fünf Maßnahmen liegen bei rund 60.000 Euro.

Sünden aus den 80er Jahren

Im Ausschuss bat FDP-Mitglied Heinz-Jürgen Lenz darum, sich der Kreisstraße 14 zwischen Ossenberg und Borth anzunehmen. „Dort fehlen seit Jahrzehnten Bäume“, sagte der Politiker. Ein ähnliches Bild biete sich auch in Budberg zwischen dem Landhaus Steinhoff und Eversael an der Eversaeler Straße. Auch dort fehlten Bäume. Fritz Ettwig (Grüne) wies darauf hin, dass in Höhe des Benderwegs in Eversael bereits in den 80er Jahren gesündigt worden sei. Da habe es zwei Meter breite Geländestreifen gegeben, die nach und nach zu landwirtschaftlicher Fläche geworden sind. Das war dem Beigeordneten Dieter Paus bekannt. Er sagte, ein guter Nebeneffekt solcher Pflanzmaßnahmen sei, dass die Grenzen überprüft würden.

Josef Devers von der CDU erkundigte sich danach, ob es die Möglichkeit gebe, dass Bürger Bäume für den öffentlichen Raum spenden könnten. Das sei in der Vergangenheit immer wieder mal vorgekommen und habe auch immer gut geklappt, sagte Paus.

Rheinberg hat einen kleinen Waldbestand

Dem Ausschuss lag auch ein Antrag der SPD-Fraktion vor. Die SPD möchte mehr Klimaschutz. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten konkrete ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen als Ergänzung zum vorhandenen Klimaschutzkonzept erarbeitet werden. Die Verwaltung verwies auf bereits bestehende Angebote wie das Beratungsprojekt „Dr. Haus“ oder die Aktion „Stadtradeln“, der Ausschuss stimmte einstimmig zu.

Einstimmig angenommen wurde auch ein weiterer Antrag der SPD. Diesmal ging es um Waldflächen im Stadtgebiet. Die Fraktion möchte gerne wissen, wie viele Hektar in Rheinberg überhaupt als „Waldfläche“ bezeichnet werden können, wo in welchem Ausmaß noch aufgeforstet werden könne und wie hoch die Kosten für eine entsprechende Aufforstung seien.

Der Antrag ziele darauf ab, dass Rheinberg einen kleinen Waldbestand habe und damit zu den waldärmsten Gemeinden in Nordrhein-Westfalen gehöre, teilte die Verwaltung mit. Ziel solle sein, einen Masterplan für einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren zu erarbeiten.

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