Fährverkehr

Steinschutz für den Fährhafen der „Keer Tröch“

Um die neue Kribbe anzulegen, musste der Bagger von einem Schubboot aus arbeiten.

Um die neue Kribbe anzulegen, musste der Bagger von einem Schubboot aus arbeiten.

Foto: Fritz Schubert

Xanten/Bislich.  Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein hat am rechtsrheinischen Fährkopf eine neue Kribbe gebaut, um die Strömung zu beeinflussen.

Während der Fährbetrieb zwischen Wesel-Bislich und Xanten-Beek wegen Reparaturen an der „Keer Tröch II“ weiter ruhte, bestimmten interessante Bauarbeiten in den letzten Tagen das Bild am rechtsrheinischen Fährkopf. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Rhein hat eine neue Kribbe gebaut, um die Strömung des Flusses zu beeinflussen. Das steinerne Bauwerk soll die Slip-Rampe schützen. Dies erklärte Martin Wolters, Leiter der WSA-Außenstellen Wesel und Emmerich, auf Anfrage unserer Redaktion.

Ungemütliche Verhältnisse

Hintergrund seien teils ungemütliche Verhältnisse für Freizeitkapitäne gewesen, die die ehemalige Nato-Rampe nutzen, um dort ihre Bötchen per Trailer zu Wasser zu lassen und wieder herauszuholen. Die Strömung des Rheins und der Wellenschlag vorbeiziehender Frachter sorgten schon mal für Probleme. Die neue Steinschüttung ist mit dem Bagger von Bord des WSA-Schubboots „Wesel“ aus ausgeführt worden. Als Kennzeichen für die Schifffahrt ist bereits eine rote Bake auf der Spitze montiert. Die Kribbe verlängert nun wie eine Mole den zuvor an dieser Stelle befestigten Uferbereich, vor dem sich das Slippen rheinab gesehen leicht diagonal abspielt. Es sei ein Versuch, mit verhältnismäßig kleinen Mitteln auf die Strömung einzuwirken.

Für die Keer Tröch wird in aller Regel ein paar Meter weiter stromauf jene Rampe genutzt, die rechtwinklig zum Ufersaum angelegt ist. Dennoch könnte auch die beliebte Personenfähre von dem Eingriff profitieren. Denn die Kribbe könnte der oft beklagten Versandung der Zufahrt zur Rheinnebenrinne entgegenwirken, in der sich auch die neue Anlege- und Versorgungsstelle der Fähre befindet.„Der Versandung vorzubeugen, wäre ein Nebeneffekt. Uns ging es vorrangig um die Slip-Rampe“, sagt WSA-Mann Martin Wolters. Gerd Hakvoort, Vorsitzender des Heimatvereins Bislich, ist gespannt, ob dieser Nebeneffekt sich einstellt und positiv wirkt. Schließlich hatte der Verein als Betreiber der Fähre unter anderem beim extremen Niedrigwasser 2018 gehörigen Ärger wegen der kaum nutzbaren, weil nicht erreichbaren Anlegestelle.

Das Frühjahrshochwasser hatte vor der Einfahrt eine Kiesbank abgelagert. Die Fähre konnte die Barriere nicht überwinden, musste zur nächtlichen Ruhe rheinab zum Suhrborg-Hafen ausweichen.

Schwemmsand im Hafen abgelagert

Parallel ergibt sich weiter die Problematik, dass sich Schwemmsand im Hafen ablagert, was mit dem Nebenrinnen-Projekt des Naturschutzbundes Kranenburg zusammenhängt. Denn eine permanente Durchströmung der Nebenrinne ist wegen fehlender Flächen bislang nicht erreicht worden. Der Heimatverein Bislich möchte, dass noch in diesem Jahr das überflüssige Material aus dem Fährhafen heraus gebaggert wird. Dafür liegt bei der Stadt Wesel auch schon Geld bereit. Aber den Arbeiten stehen noch etliche Vorbereitungen im Wege. Unter anderem muss ermittelt werden, welche Qualität die Ablagerungen haben.

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