Politik

Streit um Beachvolleyballfeld an Rheinbergs Pulverturm

Ob das von der Initiative am Pulverturm beantragte Beachvolleyballfeld kommen wird, soll zunächst der Sportausschuss beraten.

Foto: Tanja Pickartz (Archiv)

Ob das von der Initiative am Pulverturm beantragte Beachvolleyballfeld kommen wird, soll zunächst der Sportausschuss beraten.

Rheinberg.   Erst soll im Sportausschuss beraten werden, bevor Geld dafür bereitgestellt wird. Etat 2018 einstimmig verabschiedet. Er ist besser als erwartet.

Die Ratssitzung begann mit einer Ehrung zweier verstorbener Ratsmitglieder. Es wurde nicht nur des Linken-Fraktionsvorsitzenden Peter Kemper gedacht. Bürgermeister Frank Tatzel teilte auch mit, dass CDU-Ratsherr Marcus Krause am 3. März gestorben ist. Er wurde 33 Jahre alt. An den Plätzen der Beiden standen eine Kerze und ein Blumenstrauß.

Das Alltagsgeschäft blieb deswegen nicht unerledigt – und ging weiter wie gewohnt, mit Streit in Schärfe. Zwar gab es durchaus Freude darüber, dass der Etat für das laufende Jahr 2018 mit einem deutlich verringerten Minus geplant werden kann, als es das Haushaltssicherungskonzept vorsieht. „Erlaubt sind 5,3 Millionen Euro Defizit, wir werden aber bei nur 4,1 oder 4,2 Millionen liegen“, erklärte Kämmerer Bernd Löscher im Gespräch mit der NRZ. Ausschlaggebend seien dafür Gewerbesteuernachzahlungen, höhere Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer sowie die Verringerung der Kreisumlage. Das alles führe dazu, dass das Haushaltssicherungskonzept bis 2023 nicht gefährdet sei.

Die Rheinberger Politik erging sich dennoch in Mahnungen. Auf der Einnahmeseite seien die Möglichkeiten bis zum Anschlag ausgereizt, werde dem Bürger in die Tasche gegriffen, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Erich Weisser. Sein SPD-Pendant Jürgen Madry betonte die Wichtigkeit von Inklusionshelfern und der Grünpflege. Jürgen Bartsch (Grüne) erklärte, man sei noch nicht über den Berg. Und Herbert Becker (FDP) schimpfte: Kaum seien verlässliche Zahlen da, würden schon wieder Anträge gestellt.

Lange diskutiert wurde das von der Initiative am Pulverturm beantragte Beachvolleyballfeld und die dafür erbetenen 5000 Euro. Gegenargumente: So etwas gehöre ins Freibad, müsse im Pakt für den Sport umgesetzt werden, was sei mit der Pflege? Und der technische Beigeordnete Dieter Paus gab zu bedenken, dass man sich an dieser Stelle dadurch möglicherweise eine Entwicklung im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts verbaue. Jetzt soll das Thema zunächst im Sportausschuss beraten werden.

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