Sanierung

Umgestaltung des historischen Rheinberger Kerns kann starten

Die Fördermittel für die Sanierung des historischen Ortskerns sind bewilligt.

Die Fördermittel für die Sanierung des historischen Ortskerns sind bewilligt.

Foto: Peter Meulmann

Rheinberg.  Für die Sanierung erhält Rheinberg finanzielle Unterstützung vom Land. Die ersten Bauarbeiten sollen im Frühjahr im Bereich Gelderstraße starten

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Gute Nachrichten kommen für die Stadt Rheinberg aus Düsseldorf: Die Bezirksregierung bezuschusst mit 60 Prozent alle bisher beantragten Maßnahmen zur Sanierung des historischen Ortskerns. Damit kann nun mit der Umsetzung der Maßnahmen „Umgestaltung Gelderstraße, Beguinenstraße, Kamper Straße und Alte Post-Stege“, „Sanierung und Umbau Altes Rathaus“ und dem „Fassaden- und Hofprogramm“ zur Förderung privater Fassadenerneuerungen begonnen beziehungsweise es können weitere Planungsschritte in Angriff genommen werden.

Ausschreibungen laufen bereits

„Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass der Gesamtförderrahmen für die Stadt Rheinberg erhöht wurde und dadurch auch die deutlich höheren Kosten für den Umbau und die Sanierung des Alten Rathauses von der Förderung abgedeckt sind“, heißt es in der Vorlage, die dem jüngsten Bau- und Planungsausschuss präsentiert wurde.

Nachdem in der ersten Jahreshälfte die Umgestaltung des Holz- und Fischmarktes fertiggestellt werden konnte, laufen derzeit die Vorbereitungen zur Ausschreibung für den Umbau der Straßenräume Gelderstraße von Holzmarkt bis Innenwall, Kamper Straße von Gelderstraße bis Underbergstraße, Beguinenstraße von Gelderstraße bis Am-St.-Barbara-Garten sowie Alte-Post-Stege einschließlich des Parkplatzes. Angestrebter Baubeginn ist das erste Quartal 2020. Die gesamte Umbaumaßnahme wird sich voraussichtlich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren erstrecken und in verschiedenen Bauabschnitten erfolgen.

Das Büro „fischerarchitekten“ erstellt zurzeit die Baugenehmigungsplanung für die Sanierung und den Umbau des Alten Rathauses. Bereits in diesem Planungsstadium müssen verschiedene Fachplanungen, wie technische Gebäudeausrüstung, Brandschutz oder Statik vorliegen. Aufgrund der Gesamtkosten des Vorhabens müssen diese Leistungen europaweit ausgeschrieben werden. Dadurch seien lange Vorlaufzeiten notwendig, die die Dauer der Planungsphase entsprechend beeinflusse. Die Architekten rechnen damit, Ende Dezember den Bauantrag einreichen zu können. Im Jahr 2020 werden keine oder allenfalls vorbereitende Arbeiten am Alten Rathaus im Rahmen der Fördermaßnahme durchgeführt.

Ideen sollen im Frühjahr öffentlich vorgestellt werden

Die eigentlichen Baumaßnahmen starten 2021 und sollen 2022 abgeschlossen sein. „Für die Förderung ist dies unschädlich, da als Fertigstellungsfrist der 31. Dezember 2023 festgesetzt worden ist“, teilt die Verwaltung mit. Nach dem Förderantrag ist vor dem nächsten Förderantrag – so könnte man die Devise der Stadt zusammenfassen.

Da die jährliche Antragsfrist für Fördersummen allerdings von Ende November auf Ende September vorverlegt worden ist, verkürzte sich der Zeitraum, um antragsfähige Planungen für das Gestaltungskonzept Wallanlage und Nutzungskonzept Stadtburgareal zu erstellen. Es fand sich kein Planungsbüro, wodurch sich die Planungen um ein Jahr verzögern werden. Mit dem Planungsbüro Drecker aus Bottrop ist nun ein Architekt beauftragt worden, der zusammen mit der Verwaltung die Planungen erstellen wird.

Anfang des kommenden Jahres sollen erste Ideen im Fachausschuss und in einer Beteiligung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

>>>>AUCH FÜR PRIVATGEBÄUDE KÖNNEN FÖRDERANTRÄGE GESTELLT WERDEN

Im Rahmen des Förderprogramms ist es nun möglich bei der Stadt Rheinberg Anträge für die Sanierung von privaten Fassaden und Hofflächen im Sanierungsgebiet zu stellen. Anspruch haben Anwohner zum Beispiel dann, wenn der Putz bröckelt oder die Hauswand in die Jahre gekommen ist. Diese Maßnahmen werden mit 50 Prozent bezuschusst, jedoch maximal mit 10.000 Euro. Bisher gebe es einen Antrag, sagte Dieter Paus, Technischer Beigeordneter, im Bauausschuss. Mit zwei weiteren Eigentümern sei man aktuell im Gespräch. Anfragen und Anträge sind an den Fachbereich Stadtentwicklung, Bauordnung und Umwelt zu richten. Um Chancen auf eine Förderung zu haben, ist das Ausfüllen eines Formulars, Fotos des jetzigen Zustands und das Einholen von drei Angeboten von Handwerksfirmen erforderlich.

Genauere Infos erteilt Carsten Ibsch telefonisch unter 02843/171-348 oder per Mail an carsten.ibsch@rheinberg.de.

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