Rat

Viel Werbung für die „Schule mit dem Plus“

Solidarität für die Sekundarschule: Die CDU-Ratsmitglieder Irmgard Brenscheidt, Markus Kellings, Günter Helbig und Hermann Terboven (von links).

Foto: BP

Solidarität für die Sekundarschule: Die CDU-Ratsmitglieder Irmgard Brenscheidt, Markus Kellings, Günter Helbig und Hermann Terboven (von links). Foto: BP

Alpen.   In der Alpener Ratssitzung gestern wurde der Erhalt der Sekundarschule gefeiert. Ratsmitglieder streiften sich Schul-T-Shirts mit dem Logo „Wir für die Seka“ über.

Es war fast wie eine Party in weiß. Kurz vor Beginn der Alpener Ratssitzung machten die T-Shirts mit dem neuen Schul-Logo die Runde: „Wir für die Seka“ stand in großen Buchstaben darauf geschrieben – „Wir für die Sekundarschule Alpen.“ Gemeinsam waren sie stark, Eltern, wie Politiker und Lehrer, haben sich zusammen für die „Schule mit dem Plus“ eingesetzt. Das wurde gestern Abend immer wieder erwähnt. „Wir sind sehr glücklich darüber“, erklärte Bürgermeister Thomas Ahls vor Schulleiter Tilman Latzel und gut einem Dutzend Eltern im Zuschauerraum, „dass wir die Schule erhalten konnten und nun die Garantie haben, dass es weiterläuft.“ Bei den Eltern bedankte sich Ahls für ihr großes Engagement. Die Entscheidung sei eine klare Aussage für die Qualität und das Potenzial der Sekundarschule. „Die Eltern, die bisher noch Zweifel hatten, können jetzt eine Entscheidung mit gutem Gefühl treffen.“ Allerdings könne man nicht mit dem Prozentsatz der Schüler aus Alpen zufrieden sein.

Dank an die Politiker und Eltern

Von einem „Tag der Freude“ sprach CDU-Fraktionschef Günter Helbig. Es sei ein Beweis dafür, „dass wir etwas bewegen können, dass Politik von unten nach oben funktionieren kann.“ Auch sein Dank ging an die Politiker aller Farben, an die Eltern und alle Personen, die mitgespielt hätten. Nun stehe man aber vor der zweiten großen Aufgabe – eben mit den Eltern ins Gespräch zu kommen, gute Argumente für die Schule vorzubringen, damit sie guten Herzens zustimmen. „Heute können wir aber erst einmal stolz sein.“

Groß war die Freude natürlich auch bei SPD-Chef Jörg Banemann. „Wir brauchen eine Schule vor Ort, wir brauchen die kurzen Wege.“ Aber nun fange die Kleinarbeit an. „Die Eltern müssen überzeugt werden. Es ist wichtig, dass wird sie frühzeitig erreichen und auch dran bleiben.“

Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen

Für Peter Nienhaus (Grüne) stand das Wort „Wir“ im Mittelpunkt. „Es ist wichtig, dass die Schule eine Chance bekommt. Sie hat ein gutes Niveau, die Qualität kann sich sehen lassen.“ Thomas Hommen, Fraktionschef der FDP, wollte den Erfolg indes eher für seine Partei deklarieren. „Wir haben schon früh Mut und Weitsichtigkeit bewiesen, hatten immer geglaubt, dass die Schule erhalten bleiben kann.“ Und hätte es nicht eine neue Landesregierung gegeben, wäre wohl alles auf eine Kooperation mit der Europaschule Rheinberg hinausgelaufen. Doch Bürgermeister Ahls wollte schnell zurück in die Zukunft. „Es geht doch heute nicht darum, wer was gemacht hat, sondern dass wir in einer gemeinsamen Aktion die Schule gerettet haben. Da hat jeder seinen Beitrag geleistet.“

Ganz in trockenen Tüchern ist die Entscheidung allerdings (noch) nicht. Denn die Bezirksregierung Düsseldorf erklärte auf Anfrage der NRZ: „Seitens der Bezirksregierung gibt es keine schriftliche Verlautbarung, dass die Sekundarschule Alpen erhalten bleibt.“ Vielmehr befänden sich die aktuellen Regelungen zu Mindestgrößen von Sekundarschulen in einem Gesetzgebungsverfahren, das derzeit noch nicht abgeschlossen sei. „Geplant ist wohl, die Regelung dahingehend zu ändern, dass zwei Züge mit 20 Schülerinnen und Schülern ausreichen.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik