Bundestagswahl

Wahlkreis Wesel I: Klarer Sieg für Sabine Weiss (CDU)

Sabine Weiss feierte im Kreishaus ihren Wahlsieg.

Foto: Markus Weissenfels

Sabine Weiss feierte im Kreishaus ihren Wahlsieg. Foto: Markus Weissenfels

Rheinberg/Alpen/Xanten/Sonsbeck.   Sie schaffte schon zum dritten Mal hintereinander den Sieg im Wahlkreis 113 (Wesel I). Bernd Reuther (FDP) ist der zweite Wahlkreisabgeordnete.

Sabine Weiss war die alte und ist auch die neue direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 113 (Wesel I). Sie holte 61 848 Stimmen (38,98 Prozent), ihr SPD-Kontrahent Jürgen Preuß erreichte 52 083 Wähler (32,82 Prozent). Mit Bernd Reuther von der FDP (12 644 Stimmen, 7,97 Prozent) gibt es aber weiter ein zweites Bundestagsmitglied aus dem Wahlkreis.

Weiss war, nicht weiter verwunderlich, bester Laune wegen ihres eigenen Ergebnisses. „Ich persönlich bin sehr zufrieden. Ich hatte den Anspruch, den Wahlkreis zum dritten Mal hintereinander direkt zu gewinnen.“ Ihrer Einschätzung nach habe sie acht Jahre lang gute Wahlkreisarbeit geleistet. „Was auch mit zum guten Ergebnis beigetragen hat: Meine Partei stand wie eine 1 hinter mir.“ Enttäuscht war Weiss dagegen über das Abschneiden ihrer Partei auf Bundesebene. „Ganz furchtbar finde ich das Ergebnis der AfD. Das müssen wir als Demokratie jedoch aushalten, die müssen wir politisch stellen.“ Eine große Koalition hielt sie gestern Abend nicht für ausgeschlossen, aber dass eine Koalition auch mit FDP und Grünen funktioniere, zeige das Beispiel Schleswig-Holstein.

"Für mich war es das mit dem Bundestag"

Jürgen Preuß war „natürlich enttäuscht. Ich hatte mir ein besseres Ergebnis gewünscht, aber es war auch geprägt von Bundestrend. Ich bin eben ein unbekanntes Gesicht, nicht auf der Kreisebene profiliert“. Im Moment könne er nicht erkennen, woran es gelegen habe. Das werde in den nächsten Tagen analysiert. Das Ergebnis seiner Partei bezeichnete Preuß als „desaströs. Dabei haben wir die deutlich bessere Politik geliefert. Aber wir haben die Erfolge nicht richtig verkaufen können“. Am Montag fahre er wieder ins Büro und arbeite. „Für mich war es das mit dem Bundestag. Ich konnte nur gewinnen – deswegen sehe ich das Ganze mit großer Gelassenheit.“

Bernd Reuther (FDP) hatte vorsorglich schon mal einen Flug für Montag reservieren lassen, denn vieles sprach dafür, dass er erstmals in Berlin ein Wörtchen mitreden wird. Heute geht es zur Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion.

Erfreulich hoch war die Wahlbeteiligung. Sie lag mit 77,40 Prozent deutlich über der 70er Marke.

Und dann war da gestern nach Schließung der Wahllokale im Alpener Rathaus noch der Beobachter eines Vereins, der für mehr Transparenz und Demokratie eintritt und die Auszählung mit Argusaugen anschaute. Auf die Frage, was genau er denn mache, wollte er aber keine Auskunft geben. So viel zum Thema Transparenz.

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