Soziales

Walter geht, Weuster kommt

Kreisverbandsvorsitzender Horst Vöge (links) und der ehemalige Geschäftsführer Robert Walter freuen sich, dass Svenja Weuster das Amt als Geschäftsführerin

Foto: Jasmin Ohneszeit

Kreisverbandsvorsitzender Horst Vöge (links) und der ehemalige Geschäftsführer Robert Walter freuen sich, dass Svenja Weuster das Amt als Geschäftsführerin Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.   Svenja Weuster ist die neue Geschäftsführerin des VdK Kreisverbandes am Niederrhein Vorgänger Robert Walter wechselt zum Landesverband.

Der Abschied fällt Robert Walter sichtlich schwer: Seit mehr als 20 Jahren ist er Geschäftsführer des Sozialverbandes VdK im Kreisverband am Niederrhein. Insgesamt 55 Ortsverbände in den Kreisen Wesel und Kleve sowie in Duisburg umfasst dieser. Mit der Arbeit als Geschäftsführer ist für den 64-Jährigen jetzt aber Schluss, denn er wechselt zum Landesverband des VdK. „Ich verlasse hier eine Geschäftsstelle, die personell sehr gut aufgestellt ist. Ich bin erleichtert, dass ich mein Amt in gute Hände abgebe“, sagte Walter.

Seine Nachfolgerin ist Svenja Weuster. Und sie ist keine Unbekannte im VdK: Nach ihrem Jurastudium in Berlin hat die gebürtige Dinslakenerin bei der Stadt Siegburg gearbeitet. Seit 2009 ist die 40-jährige Rechtsanwältin beim VdK Kreisverband am Niederrhein tätig. Neben der Rechtsberatung und Vertretung, ist Weuster Vorsitzende im Widerspruchsausschuss des Landschaftsverbands Rheinland in Köln und Mitglied in den Widerspruchsausschüssen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und in der Regionaldirektion in Düsseldorf. Daneben arbeitet sie als Referentin im Sozialrecht auf Ort- und Kreisverbandsebene und schult Arbeitnehmer-, Arbeitgeber- und Schwerbehindertenvertretungen.

Langweilig wird es für die neue Geschäftsführerin sicherlich nicht in der Geschäftsstelle in Rheinberg. Die Mitgliederzahlen sind in den vergangenen vier Jahren steigend. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres hat der hiesige Kreisverband 595 Mitglieder aufgenommen. Auch die Zahl der Sprechstundenbesuche habe zugenommen. Im Januar und Februar haben im gesamten Einzugsgebiet 1353 Gespräche stattgefunden.

„Der Großteil kommt wegen der sozialen Lage in Deutschland. Der Schwerpunkt bei den Beratungen liegt bei Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung und bei der Erwerbsminderungsrente. Die Altersarmut wird uns auch zukünftig aufgrund unterbrochener Erwerbsbiografien vor einigen Jahrzehnten, stark beschäftigen“, erklärte der Kreisverbandsvorsitzende Horst Vöge.

Ein weiterer Faktor: Zunehmende prekäre Arbeitsverhältnisse sorgen für Probleme im Alter. Svenja Weuster freut sich auf ihre neue Herausforderung. All zu viel möchte sie an den Strukturen des VdK vorerst nicht verändern. „Eine komplette Umstrukturierung ist gar nicht nötig. Ich möchte lieber schauen, wie wir die Rechtsberatung für unsere Mitglieder beispielsweise noch gezielter verbessern können“, sagte sie.

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