Karneval

Wilder Westen mit tollen Tänzen in Alpen-Veen

Bereits die jungen Mini-Kräjentänzerinnen überraschten bei der Büttensitzung in Veen mit Spagaten und tollen Hebefiguren.

Foto: crei

Bereits die jungen Mini-Kräjentänzerinnen überraschten bei der Büttensitzung in Veen mit Spagaten und tollen Hebefiguren. Foto: crei

Ein amerikanischer Saloon im Zelt des Alpener Spargelhofes Schippers: Die große Büttensitzung am Samstag der Veenze Kräje war rundum gelungen.

Alpen-Veen. Ganz im Zeichen des Wilden Westens stand die Büttensitzung, die der Elferrat „de Veenze Kräje“ vielen Hunderten von bunt kostümierten Gästen am Samstagabend im großen Saal des Spargelhofs Schippers präsentierte. Nicht nur das Bühnenbild, dass die schmucke Front eines typischen amerikanischen Saloons zeigte, vor allem der diesjährige Mottosong „Wild West Karneval im Veener Krähental“ griff das Thema des Wilden Westen in einzigartiger Weise auf.

Ein weiteres Highlight passend zum Mottos wurde den bestens gelaunten Besuchern in dem Moment geboten, als das Veener Krähenballett in feschen Cowgirl-Kleidchen zu dem Song „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“ über die Bühne wirbelte. Begeistert zeigten sich der Präsident der „Veenze Kräje“, Mike Gesthuysen, und der Sitzungspräsident Sebastian Gutknecht nicht nur von diesem Tanz. Auch gegenüber Kerstin Bühren, der Sängerin, die auch in diesem Jahr den Mottosong präsentierte, und dem Komponisten des Liedes, Sebastian Westermann, brachten sie ihre Freude zum Ausdruck.

Dorfleben aufs Korn genommen

Bereits kurz vor 19 Uhr startete Anheizer Martin Jacobs sein Warm up. Ganz traditionell ging es beim Einzug des Elferrates zu, bei dem wie in vielen Jahren zuvor, die Veener Karnevalshymne „Unser Feld ist Veenze Fastelowend“ erklang.

Es war ein beeindruckend vielfältiges Programm, das die vielen aktiven Karnevalisten aus Veen und Umgebung zu bieten hatten. Das Mini-Kräjenballett, die Veenze Middles und das Veener Kräjenballett präsentierten tolle Garde- und Showtänze. Bereits die jungen Mini-Kräjentänzerinnen überraschten bei ihrer Darbietung mit Spagaten und tollen Hebefiguren. Sitzungspräsident Gutknecht prophezeite vielen von ihnen die Karriere, die für tanzbegeisterte Veener Mädchen typisch ist: „Es ist nur eine Frage der Zeit, dass wir euch als Tänzerinnen unseres weit über unsere Dorfgrenzen hinweg bekannten Veener Krähenballetts begrüßen dürfen.“

Sehr beeindruckend war auch der Moment, als die Abordnungen der drei geladenen Karnevalsvereine aus Bönninghardt, Xanten und Büderich sich beim Veener Elferrat für ihre Einladungen bedankten. Prinz Michael Pielnok und die Präsidenten Ralf Hussmann und Timo Rayermann hatten nicht nur nette Worte auf den Lippen, sondern auch gut ausgewählte Präsente in den Händen.

Was wäre ein Büttenabend ohne toll konzipierte und super präsentierte Büttenreden und Sketche? So trat Monika Elbers als Assistentin vom Nikolaus auf und berichtete dabei von ihrem amüsanten Besuch auf der Weihnachtsfeier des Elferrats. Auch die aus Mitgliedern der Katholischen Landjugend Bewegung und der Katholischen Jungen Gemeinde“ bestehende Theatergruppe nahm das Dorfleben in gewohnt gekonnter Weise auf das Korn. Die Betreuerinnen des Veener Ferienlagers und ihr Team standen dieser Gruppe bei ihrer Aufführung mit dem Titel „Im Tal der schwarzen Krähen“ in nichts nach. Besonders das Bauamt in Wesel bekam sein Fett weg, und der ganze Saal klatschte spontan Beifall, als die drei Mitarbeiterinnen bei jedem Bauvorhaben ihr keckes „Nein, nein, nein“ ertönen ließen.

Zu einer gelungenen Präsentation des Lokalkolorits trug auch der als „Ditsche vom Niederrhein“ in allen Sälen gut bekannte Büttenredner Nico Stölzer bei. Vor dem großen Finale begeisterten die Lokalmatadore „Ma ‘so, Ma ‘so“ mit Bandleader Thomas Ahls, der allen Gästen natürlich auch als Alpener Bürgermeister gut bekannt ist, die Gäste mit ihren kölschen Liedern. Beim Verlassen des Saales waren sich alle Gäste, auch Sonja Hußmann, die Gattin des Präsidenten des Xantener Carnevals Vereins, einig: „ Wir durften eine tolle familiäre Sitzung, die mit viel Herzblut vorbereitet und präsentiert worden ist, miterleben.“

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