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Windhund frisst Giftköder in Alpener Wäldchen

Diese Metallstäbe waren in den Stückchen Wurst versteckt.

Foto: privat

Diese Metallstäbe waren in den Stückchen Wurst versteckt. Foto: privat

Alpen.   Der Vierbeiner von Andrea Watzdorf musste am Samstag notoperiert werden, weil er Wurststücke mit Metallstäben geschluckt hat.

So eine Situation möchte kein Hundebesitzer erleben: Andrea Watzdorf und ihr Mann waren am Samstagmorgen mit ihren vier Windhunden in Alpen unterwegs. Der Spaziergang endete allerdings vorzeitig, nachdem einer ihrer Hunde einen Fremdkörper aufgenommen und geschluckt hat. „Beim ersten Mal konnten wir ihn nicht aufhalten, als er nochmal Beute machte, haben wir gesehen, dass es nicht einfach ein Stück einer Bockwurst war, sondern diese mit Nadeln gespickt war“, berichtet Watzdorf.

Das Ehepaar habe sofort einen Tierarzt aufgesucht. Dieser röntgte den Windhund und konnte acht Metallstäbe im Bauch des Vierbeiners feststellen. Fünf davon hat der Hund dank einer Behandlung ausgebrochen, die drei weiteren mussten in einer Duisburger Tierklinik unter Vollnarkose operativ entfernt werden. Ein Metallstab steckte auch noch in der Speiseröhre fest und verletzte diese. Jetzt bekommt der Vierbeiner ein Antibiotikum. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut aber ich bin immer noch sehr geschockt“, sagt Watzdorf. 1000 Euro habe die Notbehandlung gekostet.

Besitzer erstatten Anzeige

Nun hat das Ehepaar Anzeige bei der Polizei erstattet und die Öffentlichkeit gesucht, um weitere Hundebesitzer zu warnen, denn keiner weiß, ob noch mehr solcher präparierten Wurststücke ausgelegt sind. „Wir waren ungefähr dort, wo die Schützen immer ihr Vogelschießen ausrichten im Wald“, beschreibt Watzdorf den Unglücksort. Für sie eine beliebte Strecke, die sie oft mit ihren Hunden abgeht. Eine Frage stellt sich die Alpenerin daher weiterhin. Die Frage nach dem warum. „Warum kommt man auf so eine Idee? Wenn sich jemand über Hunde ärgert, soll er sich an den Menschen wenden und ihn darauf ansprechen aber nicht die wehrlosen Hunde attackieren.“

Sie ist sich sicher, dass dieser Giftköder nicht speziell für ihre Hunde bestimmt war, sondern auch jedes andere Tier hätte treffen können. „Wir legen sehr viel wert auf die Erziehung und päppeln andere Hunde auch auf. Es gibt eigentlich keinen Grund, wieso jemand etwas gegen unsere Windhunde haben könnte.“

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