Kurpark

Xanten: Der Drache für den Kurpark nimmt langsam Form an

Das Styropor-Modell wurde bereits befestigt. Jetzt können Kinder und Jugendliche helfen, alles mit Beton zu verspritzen. Da machten Samuel (rechts) und Maria Tervoort (links) gerne mit. In der Mitte: Künstlerin Nicole Peters

Foto: arfi

Das Styropor-Modell wurde bereits befestigt. Jetzt können Kinder und Jugendliche helfen, alles mit Beton zu verspritzen. Da machten Samuel (rechts) und Maria Tervoort (links) gerne mit. In der Mitte: Künstlerin Nicole Peters

Kinder können dabei helfen, Beton auf das Gerüst aufzutragen. Mittlerweile ist die Modellierung durch Künstlerin Nicole Peters beendet.

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Xanten. Dünnhäutig darf er nun wirklich nicht sein, der Drache, der seit gestern im Kurpark Gestalt annimmt. Schließlich sollen später Kinder auf ihm tollen und herumklettern. Bis es allerdings soweit sein wird, wird es noch einige Monate dauern. Und es bedarf der tatkräftigen Unterstützung durch große und kleine Künstler, die mal so richtig mit Beton modellieren und den Rohling in den kommenden Wochen mit formen möchten. Künstlerin Nicole Peters hatte das Skelett aus Styropor im heimischen Atelier vorgebaut. Nun wurde es in vier Anhänger- und zwei Kleinlasterladungen in die Siegfriedstadt transportiert und aufgebaut.

Ursprünglich wollte Nicole Peters schon viel weiter sein. Aber vor einigen Wochen musste sie ihren Drachen umplanen, weil das Gründungsfundament mit 50.000 bis 60.000 Euro zu teuer geworden wäre. Die ursprüngliche Kriechröhre durch ein weit aufgesperrtes Maul wurde gestrichen wegen der damit verbundenen besonderen Anforderungen an die Statik. Das hätte das Budget der Stadt gesprengt.

So begannen die Aufbauarbeiten nicht schon in den Pfingstferien, sondern erst gestern. All jenen, die sich als freiwillige Helfer im Mai gemeldet hatten, musste die Gocherin absagen beziehungsweise auf den späteren Starttermin vertrösten. Die Ferien wären optimal gewesen, sagt sie. Damals konnte sie sich vor Zulauf kaum retten; sogar Eltern hatten sich frei genommen, um mit ihren Sprösslingen im Beton wühlen zu können. Doch nun hat längst wieder die Schule begonnen, so dass der Kreis der Helfer bislang klein ist. „Wir haben noch große Lücken in der Mannschaft. Wer noch mitmachen möchte, sollte am besten zur Baustelle im Nordpark an der Kriemhildmühle kommen“, hofft Nicole Peters auf weiteren Zulauf. „Am besten in alten Sachen, langer Hose und mit festen Schuhen, die schmutzig werden können.“

Rund sechs bis acht Kubikmeter Styropor hat Nicole Peters im Atelier zugerechtgeschnitten, -gerückt und mit, wie sie überschlägt, etwa 5000 Schaschlikspießen zusammengebaut. „Der Drache hat mit seiner Größe sogar unsere Halle gesprengt“, erinnert sich Ehemann Waldemar Kowaleski. Erst kurz vor dem Abtransport konnte der Drache im Freien einmal richtig zusammengesetzt werden, um zu schauen, ob auch alles passt.

Die 14 Einzelteile setzte das Team gestern auf der Fundamentplatte zusammen. Einen Helfer hatte es gestern schon. Der achtjährige Samuel von der Viktor-Grundschule zeigte, dass er mit dem Gummihammer umgehen kann, um weitere Spieße in den Styropor hineinzutreiben. „Ich bin direkt nach der Schule vorbeigekommen“, erzählt er stolz und will auch in den kommenden Wochen weiter mitmachen.

Von heute an erhält das Styroporrüstzeug eine Betonverkleidung, zusätzlich verstärkt durch Glasfaserplatten. Zuerst wird als Basis eine bis zu acht Zentimeter dicke Schicht aufgespritzt, am kommenden Wochenende beginnt die modellierende Feinarbeit. Für die Sommerferien hat Nicole Peters die Gestaltung der „Außenhaut“ im Kalender, denn ein Drache will schließlich auch etwas fürs Auge bieten. Sechs Wochen lang wird alles mit zahlreichen Mosaiksteinchen verkleidet. Auch hierfür sucht die Gocherin noch Freiwillige. Nach einer Periode des Aushärtens wird vermutlich im Frühherbst das Untier fertig gestaltet und durchgehärtet sowie erklimmbar sein.

Teilnehmer können ab sofort zur Kunstbaustelle im Nordpark an der Kriemhildmühle kommen. Sie erreichen Nicole Peters unter der Rufnummer 01744621098.

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