Kirche

Xanten: Verein stellt Pläne für eine neue Orgel im Dom vor

Der Vereinsvorsitzende Karl Schmitz, Propst Klaus Wittke, Schatzmeisterin Heike Schmitz und Kantor Matthias Zangerle stellten die Pläne vor.

Der Vereinsvorsitzende Karl Schmitz, Propst Klaus Wittke, Schatzmeisterin Heike Schmitz und Kantor Matthias Zangerle stellten die Pläne vor.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Xanten.   Jetzt steht die Orgel im Hauptportal des Doms. Der Plan ist, eine Schwalbennestorgel an der nördlichen Seite des Mittelschiffes zu installieren.

Vor mehr als 750 Jahren wurde der Grundstein für den gotischen Neubau des Xantener St.-Viktor-Domes gelegt. Ein Objekt durfte auch damals schon nicht fehlen: die Kirchenorgel. Heute hat diese ihren Platz vor dem Westfenster, doch das soll sich in naher Zukunft ändern. „Bei der Begutachtung der jetzigen Orgel wurde festgestellt, dass sie nach langer Zeit wieder gereinigt werden muss und das ist mit erheblichen Kosten verbunden. Daher bot sich jetzt die Gelegenheit, die Orgel auszutauschen“, sagte Klaus Wittke, Propst der Gemeinde.

Dafür hat sich vor wenigen Wochen der Orgelbauverein am St.-Viktor-Dom gegründet, dessen Vorstand gestern die ersten Pläne vorgestellt hat. Die neue Orgel soll eine sogenannte Schwalbennestorgel sein. Das Instrument ist dann so konzipiert, dass es in großer Höhe an oder vor einer Innenwand montiert ist. „Von 1536 bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hatte der Dom bereits solch eine Orgel und akustisch hat sie für den riesigen Raum viele Vorteile gegenüber dem jetzigen Instrument“, erklärte der Orgelfachmann und Kantor der Gemeinde, Matthias Zangerle.

Neben den akustischen Aspekten, befürworten die Mitglieder den neuen Standort auch wegen der Optik, denn ohne Orgel im Hauptportal werde auch dieser Raum mit dem großen Westfenster wieder besser zur Geltung kommen. Circa 40 Register soll die neue Orgel haben, auf denen dann die Literatur der wesentlichen Epochen interpretiert werden kann. Die Pläne stehen zwar schon, doch bis die neue Orgel auch wirklich im Einsatz ist, wird es noch eine ganze Weile dauern.

„Wir hoffen, dass das Projekt in zehn Jahren abgeschlossen ist. Allein der Bau der Orgel dauert drei bis fünf Jahre“, sagte Zangerle. Die genauen Kosten können erst beziffert werden, wenn die Vorschläge der Orgelbauer vorliegen. Die Mitglieder des Vereins rechnen mit einem Betrag, der die Eine-Million-Euro-Marke überschreiten wird. Das Bistum Münster beteiligt sich an der Finanzierung nicht, daher sind die Mitglieder jetzt auf Spendensuche in der Gemeinde und bei Stiftungen. Sonntag stellt der Verein das Projekt der Öffentlichkeit an einem Informationsstand im St.-Viktor-Dom vor.

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