Freizeit

Xantener Südsee: Eine Auszeit unter Corona-Auflagen

Das Naturbad Xantener Südsee öffnet unter Corona-Auflagen. Der Strand ist in verschiedene Bereich unterteilt. Schilder weisen auf die Schutzmaßnahmen hin.

Das Naturbad Xantener Südsee öffnet unter Corona-Auflagen. Der Strand ist in verschiedene Bereich unterteilt. Schilder weisen auf die Schutzmaßnahmen hin.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Naturbad Xantener Südsee hat geöffnet. Es gelten Einschränkungen und eine Registrierungspflicht. Die ersten Badegäste wagten sich ins kühle Nass

Xanten. Den gewünschten Strandbereich auswählen, die Zeit des Einlasses auswählen, Anzahl und Kontaktdaten der Personen angeben und wer will, der kann direkt online den Eintrittspreis bezahlen. Keine drei Minuten dauert es, dann ist die Registrierung für den Besuch im Naturbad Xantener Südsee abgeschlossen. Rein kommt derzeit nämlich nur der, der sich vorab auf der Internetseite des Freizeitzentrums Xanten (FZX) angemeldet hat.

„Diese Registrierungspflicht dient ausschließlich der Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten und ist behördlich angeordnet“, erklärt FZX-Chef Wilfried Meyer. Nachdem der Saisonstart an der Xantener Südsee aufgrund der Corona-Pandemie um einige Wochen verschoben werden musste, durfte das FZX am Samstag nun auch unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung das Naturbad öffnen.

Der Start hat gut geklappt

Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Online-Tickets. Zugegeben, ein ganz spontaner Besuch ist das natürlich nicht, wirklich störend ist die Registrierung aber auch nicht. Die Besucher können sich für einen von sechs Teilstücken, in die die Anlage eingeteilt ist, entscheiden. Drei Strandbereiche, zwei Liegewiesen und der FKK-Bereich stehen zur Wahl.

Genau überprüft werden, ob sich ein Besucher auch nur im ausgewählten Strandbereich aufhalte, könne man aber nicht. „Wir appellieren an die Vernunft der Besucher, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten“, so Meyer. Genügend Abstand hält man durch die einzelnen Strandbereich auf jeden Fall. Maximal 2700 Badegäste dürfen sich derzeit zeitgleich auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal aufhalten. Bis zu 10.000 Gäste sind es sonst, die an einem heißen Sommertag – ohne Corona-Auflagen – die Südsee besuchen.

Der Start habe am Samstag sehr gut geklappt, sagt Meyer. Rund 400 Besucher zählte das FZX am Nachmittag. „Bis auf drei, vier Personen haben alle ihr Handy gezückt und sich problemlos eingeloggt. Die Sorge, dass das nicht funktioniert, war glücklicherweise unberechtigt“, erklärt Stephan Tietz, Projektleiter des FZX.

Kinder bauten Sandburgen

Im Kassenbereich und an den Kiosken gilt Maskenpflicht. In den Strandbereichen darf der Mundschutz abgelegt werden. Auf dem Gelände hängen zudem immer wieder Schilder, die auf die Hygienemaßnahmen hinweisen. Gestört fühlt man sich davon nicht. Die Atmosphäre war entspannt. „Es tut einfach gut, etwas ganz Normales zu unternehmen. Hier denkt man einfach ein paar Stunden nicht an Corona“, sagt Besucherin Verena Becker.

Vor allem Familien suchten am Wochenende die Südsee auf. Kinder bauten Sandburgen, Eltern und Freunde lagen in der Sonne. Nur im Wasser war nicht allzu viel los, denn die Wassertemperatur lag bei recht frischen 18 Grad. „Das ist was für Mutige“, sagt Meyer scherzend. „Es wird nachts noch recht kühl, deshalb heizt sich die Südsee trotz der aktuell hohen Temperaturen nicht so schnell auf“, erklärt er. Heute oder morgen rechnet Meyer mit einem Anstieg der Wassertemperatur auf 20 bis 22 Grad. Das sei eine angenehme Badetemperatur. Eine zeitliche Beschränkung, wie lange man im Naturbad bleiben darf, gibt es nicht.

Weitere Lockerungen sind möglich

Ein Tagesbesuch ist also weiterhin möglich. Eines darf man beim Verlassen der Südsee aber nicht vergessen. An der Kasse muss sich mit dem Code wieder ausgecheckt werden. So behalten die Mitarbeiter den Überblick über die anwesende Personenzahl. Wilfried Meyer sieht in dem Online-Buchungssystem für das Naturbad Zukunft. „Wenn man vorab einen Platz reserviert und ihn schon bezahlt, kann man sich am Eingang direkt einscannen und durchlaufen. So würden lange Warteschlangen vermieden werden.“ Die Angaben der vielen persönlichen Kontaktdaten, eine der jetzigen Corona-Auflagen, entfalle dann.

Die jetzigen Einschränkungen und die Registrierungspflicht gelten zunächst bis zum 15. Juni. Dann könnte es durch die Regierung weitere Lockerungen geben, so Meyer. Er hofft natürlich darauf, dann auch den Aquapark und die Plattform mit dem Sprungturm freigeben zu dürfen – an oberste Stelle stehe aber weiterhin der Schutz aller Besucher, betont er.

Alle Informationen zur Registrierung gibt es online unter der Adresse www.f-z-x.de.

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