Umwelt

Xantens Konzept für den Klimaschutz

Carsharing passt gut in das Klimaschutzkonzept.

Foto: jul

Carsharing passt gut in das Klimaschutzkonzept. Foto: jul

Neun Tonnen CO2 produziert ein Xantener. Ziel ist es, den Wert auf zwei Tonnen zu verringern. Ein Essener Unternehmen erstellt dazu ein Konzept.

Xanten. Umgerechnet auf pro Kopf, produziert ein Xantener neun Tonnen CO2. Ambitioniertes Ziel der Klimaschutzpolitik sind zwei Tonnen. Auf dem Weg dorthin bleibt also noch viel zu tun. Auch im Kleinen, nicht nur in den großen Unternehmen und im privaten Verhalten, sondern auch in der Verwaltung einer Stadt. Einen Weg zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes hat die Stadtverwaltung bereits mit dem von der CDU 2016 beantragten Carsharing beschritten. Mit der Innogy SE besteht ein Nutzungsvertrag für drei Elektrofahrzeuge für Dienstfahrten der Mitarbeiter. Zwei werden an dienstfreien Zeiten der Öffentlichkeit angeboten.

Mit dem Projekt will die Stadt auch Geld einsparen, indem die Ausgaben für die Elektrofahrzeuge die Kosten für Dienstreisen reduzieren und ersetzen. Das maximal denkbare wirtschaftliche Ziel sei das Erreichen einer schwarzen Null, zieht die Stadt Zwischenbilanz. „Dazu hätten nahezu alle Fahrten von den Privat- auf die Elektrofahrzeuge verlegt werden müssen.“

Doch das ist noch Wunschdenken. Das ins Auge gefasste Ziel wurde bislang aus mehreren Gründen nicht erreicht. Zum Teil hakt es bei den eingeschränkten Reichweiten der Autos, zum Teil am beschränkten Nutzungszeitraum und daran, dass Mitarbeiter manchmal von zu Hause aus zu einer Dienstreise aufbrechen. Sie werden weiter nach dem herkömmlichen Muster absolviert und abgerechnet. Das und das Entgelt an Innogy führte zu einem Minus von 6000 Euro. Allerdings wird das Projekt fortgesetzt und erweitert. Dafür stehen den Mitarbeitern die Fahrzeuge länger zur Verfügung, auch für Dienstreisen über Nacht und ein e-Fahrzeug hat eine erhöhte Reichweite. „Beide Maßnahmen zeigen erste Wirkung“, steht im Zwischenbericht.

Das Carsharing passt gut in das derzeit in Arbeit befindliche Klimaschutzkonzept der Stadt. Andreas Hübner von der Gesellschaft Gertec in Essen stellte jetzt im Planungsausschuss seine bisherige Arbeit hierfür vor. Das Konzept soll später Grundlage für Entscheidungen sein, Planungshilfe und Möglichkeiten der CO2-Minderung aufzeigen. In den Prozess eingebunden sind lokale Akteure, nicht nur die Politik, sondern zum Beispiel auch Unternehmen, Institutionen und Kirchenvertreter. „Am Ende sollte ein umfassender Maßnahmenkatalog stehen“, sagte Hübner. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Öffentlichkeitsarbeit zur „Schaffung eines Klimas für Klimaschutz“.

Größter Energieverbraucher ist und bleibt der Verkehr mit 41 Prozent. Es folgen die privaten Haushalte (29 Prozent) und die Wirtschaft mit 28 Prozent. Nur zwei Prozent entfällt auf die kommunale Verwaltung. Als Projektende ist der kommende Mai anvisiert.

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