Kriminalität

Zahl der Straftaten nahm 2017 kreisweit ab

Die Zahl der Wohnungseinbrüche nahm in Rheinberg, Alpen und Xanten ab – nur in Sonbeck gab es einen leichten Anstieg.

Foto: Daniel Maurer

Die Zahl der Wohnungseinbrüche nahm in Rheinberg, Alpen und Xanten ab – nur in Sonbeck gab es einen leichten Anstieg. Foto: Daniel Maurer

Rheinberg/Alpen/Xanten/Sonsbeck.   In Rheinberg, Alpen und Xanten hat es 2017 deutlich weniger Wohnungseinbrüche als 2016 gegeben, das geht aus der Kriminalitätsstatistik hervor.

Die gute Nachricht vorweg: Die Kriminalität hat 2017 kreisweit und in den hiesigen Kommunen deutlich abgenommen. Das geht aus der Bilanz der Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr hervor, welche die Kreispolizei Wesel gestern vorstellte. Die Aufklärungsquote der Straftaten lag im vergangenen Jahr erneut bei über 50 Prozent. „Das ist natürlich auch ein Indiz für die gute Arbeit der Polizei. Wir versuchen mit ausgiebigen Präventionsmaßnahmen den Tätern vorzugreifen“, erklärte Daniel Freitag, Pressesprecher der Kreispolizei. In Rheinberg gab es 2017 insgesamt 1606 Kriminalitätsfälle (2016: 1864), in Alpen wurden 456 Fälle registriert (2016: 544), in Xanten gab es 927 Fälle (2016: 1195) und in der Gemeinde Sonsbeck beläuft sich die Zahl der Straftaten auf 331 (2016: 335).

Insbesondere bei den Wohnungseinbrüchen habe sich die Polizeiarbeit ausgezahlt. „Wir führen mehr Kontrollen durch und geben vermehrt Tipps, wie man sein Haus sicherer macht“, sagt Daniel Freitag. Allein in Sonsbeck sind die Einbruchszahlen um fünf Fälle gestiegen. Dabei müsse man die Zahl in Relation auf den Zeitraum sehen, so Freitag. Einen Grund für den Anstieg könne man pauschal nicht nennen. Die Polizei habe weiterhin verstärkt ein Auge auf die Gemeinde und die Einbruchsdelikte. Generell könne man allerdings nicht sagen, dass eine Kommune für eine bestimmte Deliktart prädestiniert sei, betonte Freitag. „Da spielen ganz verschiedene Faktoren eine Rolle.“

Weniger Diebstähle

Vergleicht man die Taten gefährlicher, oder schwerer Körperverletzungen, ist Rheinberg Spitzenreiter, was den Rückgang an Straftaten angeht. 2016 gab es hier 43 Fälle, 2017 waren es 14 – die geringste Zahl seit fünf Jahren. In Alpen sank die Zahl der Körperverletzungen von zehn (2016) auf sechs (2017). In Sonsbeck gab es einen Anstieg um eine Tat (von vier auf fünf) und in Xanten stiegen die Körperverletzungen von 17 auf 22 Fälle. Die Spanne gefährlicher oder schwerer Körperverletzung reicht von Tritten, Schlägen bis hin zu Verletzungen mit Messern.

Rückläufig war auch die Zahl der Diebstähle: 697 Diebstähle wurden im vergangenen Jahr in Rheinberg registriert (2016: 836). In Alpen gab es insgesamt 166 Diebstähle und damit 75 weniger als im Jahr 2016. „Das ist ein ordentlicher Rückgang in Alpen. Wir sind verkehrstechnisch gut an die Gemeinde angeschlossen aber die Nähe zur Autobahn ist natürlich auch ein Nachteil für uns“, weiß Daniel Freitag. In Xanten wurden 320 Diebstähle aufgenommen, 184 weniger als im Vorjahr und in Sonsbeck 144 (2016: 164).

Ebenfalls niedrig waren die Sexualdelikte im vergangenen Jahr. In Rheinberg gab es einen Fall (2016: keinen), in Alpen keinen (2016: drei), in Sonbeck einen (2016: null) und in Xanten elf Fälle (2016: neun). Einen Anstieg der Rauschgiftdelikte hat hingegen Rheinberg zu verzeichnen: Gab es im Jahr 2016 46 Delikte, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 55.

In Alpen nahm diese Zahl von 24 auf neun Delikte ab, Xanten weist ein Minus von fünf Fällen auf (2016: 45, 2017: 40). In Sonsbeck hat sich die Fallzahl fast verdoppelt. Letztes Jahr wurden elf Rauschgiftfälle polizeilich aufgenommen (2016: sechs).

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