Soziales

Zusätzliche 115500 Euro für Inklusionshelfer in Rheinberg

Inklusionshilfe im Schulunterricht

Inklusionshilfe im Schulunterricht

Foto: Uwe Möller (Archiv)

Rheinberg.   Die Entscheidung in der Ratssitzung über die zusätzlichen Mittel fiel denkbar knapp aus. Es gab 21 Ja-Stimmen, 19 Ratsmitglieder waren dagegen.

Das war knapp: Mit 21 zu 19 Stimmen wurde in der Ratssitzung beschlossen, für das Schuljahr 2018/19 zusätzliches Geld in einer Höhe von 115 500 Euro bereitzustellen. Es soll für den Einsatz von Inklusionshelfern verwendet werden. Gegen den Antrag stimmten die CDU, die FDP sowie zwei fraktionslose Ratsmitglieder.

CDU-Fraktionschef Erich Weisser sprach gegen den von den Grünen eingereichten Antrag. „In diesem Bereich wird es bald vielleicht Landeszuschüsse geben. Nicht alle Schulen sind glücklich mit dem, was sie an Inklusionshelfern bekommen.“ Sein SPD-Gegenüber Jürgen Madry konterte: „Wir können erst einmal das Geld ausgeben und dann an das Land herantreten.“ Das mochte Weisser so nicht stehenlassen. Ob das so stimme, fragte er die Sozialdezernentin. Rosemarie Kaltenbach antwortete: „Erst wird beantragt, dann nach der Bewilligung begonnen – das ist der allgemeine Grundsatz.“

Dietmar Heyde (Grüne) warb für den Antrag seiner Fraktion. „Viele weiterführende Schulen sind zufrieden. Der Bedarf der Schulen ist sehr deutlich formuliert worden. Inklusionshelfer sind unglaublich wichtig.“ Er plädierte dafür, in diesem Bereich zu investieren. Das zahle sich aus. „Wenn es Landesmittel gibt, dann fahren wir die Rheinberger Ausgaben herunter.“

Herbert Becker (FDP) befürchtete, vom Land nichts mehr zu bekommen, wenn Rheinberg jetzt Geld ausgebe. Und Weisser unterstrich, dass man natürlich für Inklusion sei. Aber es gebe bereits Geld im Haushalt. Jetzt sei es die Kunst der Verwaltung, Inklusionshelfer zu finden.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Jürgen Bartsch erinnerte daran, dass man die Kitagebühren in Rheinberg im Vorfeld gesenkt habe, bevor das Land das letzte Jahr freigestellt habe. „Ob wir jetzt helfen oder erst auf Landesmittel warten, sollte von der Notwendigkeit her beurteilt werden.“

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