Todesfall

Zwei Tote in Xanten: Ein Mord ist nicht ausgeschlossen

In diesem Wohnhaus in Xanten hatte das Paar gemeinsam gelebt.

Foto: crei

In diesem Wohnhaus in Xanten hatte das Paar gemeinsam gelebt.

Xanten.   An Weihnachten begeht ein 81-jähriger Xantener Suizid. Seine 89-jährige Lebensgefährtin wird einen Tag später tot im gemeinsamen Haus gefunden.

Zwei Todesfälle in Xanten geben der Polizei Rätsel auf: Bereits am zweiten Weihnachtstag beging ein 81-jähriger Mann aus Xanten Selbstmord, indem er sich auf die Bahnschienen in Xanten legte und von einem Zug erfasst wurde. „Sicher ist, dass er sich selbst umgebracht hat und nicht vorher schon tot war“, erklärte Ramon van der Maat, Pressesprecher der Polizei Duisburg. Der Zugverkehr zwischen Xanten und Duisburg musste für mehrere Stunden unterbrochen werden, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Die Polizei fand am Unfallort die Papiere des Mannes und konnte seine Identität klären. In seinem Haus in einer Wohnsiedlung zwischen der Heinrich-Lensing-Straße und dem Holzweg in Xanten haben die Beamten am nächsten Tag dann eine 89-jährige Frau aufgefunden – auch sie war tot. Nach NRZ-Informationen lag die Frau wurde in ihrem Bett. „Es war nicht die Ehefrau, sondern die Lebensgefährtin des Mannes“, erklärte Pressesprecher van der Maat. Beide hätten aber gemeinsam in dem Haus gelebt.

Das Motiv ist noch unklar

Ein Motiv, warum die beiden Menschen gestorben sind, gibt es derzeit noch nicht. Die Polizei Duisburg, die die Ermittlungen übernommen hat, hält sich mit Informationen auch jetzt noch zurück. Keine Angaben zum Tathergang: „Aus ermittlungstaktischen Gründen“, wie es von der Polizei heißt. Zwei rote Grableuchten auf der Terrasse des Reihenhauses in der Wohnsiedlung weisen daraufhin, dass hier etwas passiert ist. Die Haustür wurde vom Kriminalkommissariat versiegelt, die Jalousien heruntergelassen.

Erst jetzt, eine Woche nach der Tat, gab die Polizei Duisburg erste Informationen bekannt, da die Kreispolizeistelle Wesel keine Auskunft geben durfte. „Die Ermittlungen zum Selbstmord übernahm anfänglich die Kreispolizei. Als die Frau gefunden wurde, übernahm die Mordkommission den Fall, weil ein Mord nicht ausgeschlossen werden kann.“

Frau erlag keinem natürlichen Tod

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte van der Maat gestern, dass das Leben der Frau durch einen „nicht-natürlichen Tod“ endete. Weitere Hintergründe müssen jetzt noch geklärt werden. Wie genau die Frau ums Leben kam, wollte die Polizei gestern noch nicht bekannt geben. Ob einer der Toten einen möglichen Abschiedsbrief hinterlassen habe, konnte ebenfalls noch nicht bestätigt werden. Sobald es in den nächsten Tagen zu weiteren Erkenntnissen komme, werde die Kriminalpolizei eine Mitteilung herausgeben.

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