Freizeit

Eisenhammerweg: Neue Wanderstrecke in Buschhütten eröffnet

 Greta Barten eröffnet den Wanderweg offiziell und schneidet das Flatterband durch.

 Greta Barten eröffnet den Wanderweg offiziell und schneidet das Flatterband durch.

Foto: Kai Osthoff

Kreuztal.  Der SGV eröffnet einen Themenwanderweg in Buschhütten: Die 12,7 Kilometer lange Strecke auf 409 Höhenmetern gibt Einblick in die Dorfgeschichte.

Der vierte Themenwanderweg Kreuztals ist offiziell eröffnet: Ab sofort können Interessierte den Buschhüttener Eisenhammerweg wandern. Die SGV-Abteilung Buschhütten stellte das Projekt am Sonntag vor. Der Themenweg ist circa 12,7 Kilometer lang und mit dem Wegezeichen „B“ in einem weißen Kreis gezeichnet. Er kann bequem per Bus und Bahn erreicht werden. Wanderer überwinden bei der Strecke insgesamt 409 Höhenmeter – dennoch eignet er sich laut SGV auch für ungeübte Wanderer. Rund viereinhalb Stunden sollten für die gesamte Strecke eingeplant werden.

Die Eröffnung

Rund 100 Personen nahmen trotz Regen an der Eröffnungsveranstaltung teil. Geladene Gäste waren unter anderem Friedrich Wilhelm Stahlschmidt als stellvertretender Bürgermeister Kreuztals, Michael Häusig, zuständig bei der Stadtverwaltung für Tourismus, sowie Elfrun Bernshausen. Eine sehr große Hilfe bei der Entstehung des neuen Eisenhammerweges ist die Firma Achenbach Buschhütten gewesen, sagt der SGV. Unter anderem Geschäftsführer Axel Barten sowie Enkeltochter Greta Barten waren gekommen. Die Kleine hat den Weg offiziell eröffnet. Mit einem Schnitt durchtrennte sie das Flatterband und die Wanderer setzten sich in Bewegung. Ziel war die SGV-Hütte – denn die gesamte Strecke wurde am Sonntag nicht abgewandert.

Die Entstehung

Lothar Schneider vom SGV sagte, dass schon vor Jahren überlegt worden sei, einen Wanderweg rund um Buschhütten einzurichten – eigentlich einen klassischen Grenzweg. Doch da Themenwege immer beliebter werden, entschied sich der SGV Buschhütten für einen neuen Themenwanderweg. Die Planungen starteten im vergangenen Jahr. „Nach einem Thema brauchten wir nicht lange zu suchen, ist doch Buschhütten seit Jahrhunderten durch Eisengewinnung- und Bearbeitung geprägt.

Noch heute finden sich Zeugnisse aus dieser Zeit in unserem Ort“, so Lothar Schneider. Martin Neef, der aktuell eine Chronik über Buschhütten schreibt, erstellte die Texte und war für die Gestaltung der Info- und Flurbezeichnungstafeln zuständig. Außerdem stellte er zahlreiche historische Fotos und Kartenmaterial bereit. Friedo Völkel war als Wegewart für die komplette Wegemarkierung zuständig. Stefan Loos montierte mit Vereinsfreunden die Info- und Flutbezeichnungsschilder. Axel Marx entwarf das Themenweglogo und koordinierte das Projekt.

Der Weg

Der Rundweg führt die Wanderer über die Höhen von Buschhütten und bietet einige Aussichtspunkte, die teilweise mit Ruhebänken ausgestattet sind, um den Blick auf Buschhütten und die umliegenden Höhenzüge genießen zu können. Am Wegesrand befinden sich fünf Flurbezeichnungstafeln und vierzehn Infotafeln, die den Wanderern Auskunft über die Besonderheiten zur Geschichte des Ortes geben. Durch auf den Tafeln angebrachte QR-Codes können im Internet weitere Bilder und Informationen vor Ort abgerufen werden.

Die Streckenführung

Der Weg führt vorbei am Jugend- und Wanderheim der SGV-Abteilung Buschhütten, an der Lehnhofseiche und der ehemaligen Schürfstelle, über den Käsberg, vorbei an der Stockborn-Ruh und der Kölsbachsiedlung nach Dillnhütten. Auf diesem Streckenabschnitt gibt es Auskunft über die Haubergnutzung der Waldgenossenschaft Hauberg Buschhütten. In Dillnhütten queren die Wanderer das Ferndorftal über die Bundesstraße B54 und wandern entlang der Ley in nördlicher Richtung über die „Sohlbacher Alm“ zum oberen Ende des Lückenbachtals.

Von dort aus geht es durch das Lückenbachtal hinab ins Ferndorftal, vorbei an einem ehemaligen Köhlerplatz mit drei Kohlenmeilerstellen und weiter entlang des Geländes der ehemaligen Kreuztaler Hütte und am Hofgut Langenau. Nach erneutem Überqueren der Bundesstraße B54 und der Bahnlinie führt der Weg durch den Liesewald in Richtung Ferndorfer Höhe. Kurz vor Erreichen der Ferndorfer Höhe führt der Wanderweg parallel zu einem alten Fuhrmannsweg hinab in das Mattenbachtal. „Vorbei am Warmwasserfreibad erreichen Sie wieder den Ausgangspunkt Ihrer Wanderung“, so Schneider.

Die Anreise

Ein Zubringerweg führt von der Infopylone beim Achenbach Center im Dorfzentrum zum Wanderparkplatz des Buschhüttener Friedhofs (Hauptwandertafel). Dort und am nahe gelegenen Freibadparkplatz finden sich kostenfreie Parkplätze. Vom Wanderparkplatz „Friedhof“ führt ein Zubringerweg zum Startpunkt des Rundwanderweges.

Mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Siegerland gibt es hier.

Die Lokalredaktion Siegen ist auch bei Facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben