Brand

Siegen: Übergangsheim Niederschelden nach Feuer unbewohnbar

Das ehemalige Niederscheldener Rathaus in der Siegtalstraße ist nach dem Feuer unbewohnbar.

Das ehemalige Niederscheldener Rathaus in der Siegtalstraße ist nach dem Feuer unbewohnbar.

Foto: Jürgen Schade

Niederschelden.  Im alten Niederscheldener Rathaus, das als Übergangswohnheim genutzt wird, hat es gebrannt. Hinweise auf ein politisches Delikt liegen nicht vor.

Zu einem Großeinsatz rückten Feuerwehren und Rettungsdienste am Donnerstagabend nach Niederschelden aus. Das ehemalige Rathaus Niederschelden in der Siegtalstraße 103 brannte. Das Gebäude wurde von der Stadt Siegen als Übergangswohnheim genutzt.

Gegen 19.40 Uhr wurde der Alarm für die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache Siegen sowie die Löschzüge Eiserfeld, Eisern und Niederschelden ausgelöst. Schon auf der Anfahrt zur Einsatzstelle konnte der Einsatzleiter der Feuerwehr Siegen, René Wagner, von der HTS aus sehen, dass dies aufgrund der starken Verrauchung kein normaler Einsatz werden würde: Aus der für den Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus üblichen Alarmstufe 4 wurde ein „Feuer 5“, bei dem zudem ein Massen-Anfall von Verletzten erwartet wurde.

Bewohner über Drehleiter gerettet

Als die ersten Löschfahrzeuge eintrafen, standen Menschen am Fenster über der brennenden Wohnung und riefen um Hilfe. Meterhoch schlugen die Flammen aus vier Fenstern.

Die Feuerwehr setzte zur Menschenrettung eine Drehleiter ein, über die drei Bewohner in Sicherheit gebracht werden konnten. Sie wurden dem Rettungsdienst zur medizinischen Betreuung übergeben. Über die zweite Drehleiter wurde ein massiver Löschangriff vorgenommen, ebenso durch mehrere Löschtrupps über das Treppenhaus sowie von der Straße „Im Drottental“ aus.

Keine Hinweise auf ein politisches oder fremdenfeindliches Delikt

Mehr als zwölf Personen hatten sich zum Ausbruch des Feuers in dem Gebäude aufgehalten, von ihnen wurden fünf in ein Krankenhaus eingeliefert, unter ihnen auch der 43-Jährige, in dessen Wohnung das Feuer ausgebrochen war, Wegen des starken Regens wurde der Rettungsbus der VWS angefordert, der kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintraf. Dort fanden sieben weitere Bewohner des Hauses erst einmal Unterschlupf. Sie wurden dort auch medizinisch betreut.

Die Polizei hatte die Siegtalstraße komplett gesperrt. Schon kurze Zeit später traf auch die Kriminalpolizei ein und nahm die Ermittlungen auf. „Hinweise auf ein politisches oder fremdenfeindliches Delikt liegen derzeit nicht vor“, berichtet die Polizei. Der Sachschaden wird auf 150.000 Euro geschätzt.

Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung konnten die Beamten die betroffene Wohnung nicht betreten. Das gesamte Haus ist derzeit unbewohnbar, die Bewohner wurden in anderen Notunterkünften untergebracht.

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