Ehrenamt

Freiwillige Feuerwehr Netphen 2019 zu 272 Einsätzen gerufen

Kreisbrandmeister Bernd Schneider, Feuerwehr-Leiter Sebastian Reh und Bürgermeister Paul Wagener ehrten Willi Gürtler und Helmut Menßen für ihre 60-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr.

Kreisbrandmeister Bernd Schneider, Feuerwehr-Leiter Sebastian Reh und Bürgermeister Paul Wagener ehrten Willi Gürtler und Helmut Menßen für ihre 60-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr.

Foto: Jürgen Schade

Netphen.  Die Netphener Feuerwehr musste allein wegen des Sturmtiefs „Eberhard“ 43 Mal ausrücken. Bürgermeister Paul Wagener bedankt sich bei Angehörigen

Keine zwei Minuten war das Jahr 2019 alt, als die Freiwillige Feuerwehr Netphen das erste Mal alarmiert wurde. „Im Jahresverlauf sollten wir Feuerwehrmänner und Frauen feststellen müssen, dass wir insgesamt 272 Mal zu verschiedenen Geschehnissen in der Stadt Netphen gerufen wurden“, begrüßte Sebastian Reh, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, seine Kameraden auf der Jahresdienstbesprechung in der Georg-Heimann-Halle

Die Einsätze

Neben zahlreichen Verkehrsunfällen wurde die Feuerwehr zu vielen technischen Hilfeleistungen gerufen. Alleine wegen des Sturmes „Eberhard“ mussten die Kräfte im März 43 Mal ausrücken. Während die Brandeinsätze in Gebäuden zurückgingen, mussten vermehrt Wald- und Vegetationsbrände bekämpft werden.

Der spektakulärste Einsatz fand im August statt, als die Meldung „TH-3 – Person verschüttet“ einging. Die Feuerwehr musste einen Heimwerker befreien, der unter einem fünf Tonnen schweren Betonfundament in drei Metern Tiefe eingeklemmt war. Die Einsatzkräfte konnten den Mann fast unverletzt aus seiner misslichen Lage befreien. „Das mit der Rettung war großes Kino, das war höchst professionelle Arbeit, von jedem von euch“, lobte Reh.

Die Entwicklung

Deutlichen Zuwachs gab es bei der Kinderfeuerwehr und der Unterstützungsabteilung. Umbaumaßnahmen an verschiedenen Feuerwehrgerätehäusern wurden umgesetzt und die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes führte zu einer spürbaren Entlastung der Ehrenamtlichen bei der Fahrzeug- und Geräteunterhaltung und dem Atemschutz.

Im Hinblick auf den Brandschutzbedarfsplan teilte Reh mit, dass Kreisverwaltung und Bezirksregierung die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr bestätigt haben. „Das zeigt mir, dass wir gemeinsam mit Rat und Verwaltung auf dem richtigen Weg sind und auch weiterhin den Schutz der Bürgerinnen und Bürger aus dem Ehrenamt stemmen können“.

Der Dank

Bürgermeister Paul Wagener dankte den Feuerwehrangehörigen für ihre geleistete Arbeit: „Dieser Dienst ist nicht selbstverständlich und verlangt neben der täglichen Einsatzbereitschaft viel Zeit und Engagement. Sagen sie Ihren Angehörigen, Ehefrauen, Ehemännern sowie Eltern meinen Dank dafür, dass Ihre Familien sie unterstützen. Sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch Rat und Verwaltung der Stadt Netphen schätzen die Arbeit der Feuerwehr sehr.“

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