Verkehr

Hilchenbach: Erstes Thema werden die Elterntaxis

Auch beim Hilchenbacher Marktplatz könnte der Rat der Mobilitätsmanager gefragt sein.

Auch beim Hilchenbacher Marktplatz könnte der Rat der Mobilitätsmanager gefragt sein.

Foto: Steffen Schwab

Hilchenbach.  Hilchenbach tritt dem Zukunftsnetz Mobilität NRW bei. Möglich wird Beratung bei den Marktplätzen.

Die Stadt Hilchenbach tritt dem Zukunftsnetz Mobilität NRW bei. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig beschlossen. Damit stehen der Stadt Beratungsangebote der beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelten Stelle zur Verfügung. Skeptisch äußerte sich allerdings Peter Gebhardt (FDP): Die Stadt habe kaum Möglichkeiten, gute Ratschläge auch umzusetzen: „Wir haben ja noch nicht einmal das Geld, irgendwo ein Gelände anzubringen.“

Wirtschaftsförderer Kyrillos Kaioglidis widersprach. Konkret gebe es schon Anfragen von Schulen, für die das „Praxisangebot Elterntaxi“ passen würde – „damit man Kinder nicht mehr unbedingt mit dem SUV ins Klassenzimmer bringt“, wie Mobilitätsmanager Andreas Falkowski es formulierte. „Lasst uns das mal machen“, ermunterte Klaus Stötzel (SPD).

Beratungsbedarf bei Marktplätzen

Falkowski verwies darauf, dass Städte im Netzwerk Zugriff auf verschiedene Förderprogramme haben. Ziel ist immer, motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, durch Alternativen mit Fahrrad oder zu Fuß oder durch Einbindung in Sharing- und öffentliche Verkehrssysteme. Konkreten Unterstützungsbedarf kann Kaioglidis sich beim Verkehrskonzept für den Kulturellen Marktplatz Dahlbruch vorstellen, wo es um Verkehrsführung, Parkplätze und womöglich auch Ladesäulen gehen wird. Anderes großes Thema wird die Umgestaltung des Hilchenbacher Marktplatzes, die in den nächsten Jahren angegangen werden soll. Auch da sind die Anordnung oder der Wegfall von Parkplätzen und die Verkehrsführung zu entscheiden.

Peter Kraus (UWG) erwähnte den schleppenden barrierefreien Umbau der Bushaltestellen, der bisher nur an einer Station in der Stadtmitte erfolgte, und das Kuriosum mit dem Fahrkartencontainer, der durch die B 508 vom Bahnhof getrennt ist. Bei rechtzeitiger Beratung, so Kraus, „hätten wir eine Menge dieser Probleme nicht.“

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