Besuchertag

Knuddeln und streicheln beim Herbstfest im Tierheim Siegen

Der Rüde „Baron“ hatte es der 13-jährigen Mattea Lisai angetan.

Der Rüde „Baron“ hatte es der 13-jährigen Mattea Lisai angetan.

Foto: Kai Osthoff

Siegen.  Hunde, Hühner, Ziegen hautnah: Das neue Hundehaus ist noch nicht fertig, aber gefeiert wird trotzdem: Leiter Tobias Neumann ist sehr zufrieden.

„Ihr wollte euch alle gar nicht streicheln lassen“, ruft Christianna den Hühnern hinterher, die gackernd an den vielen Kindern und Erwachsenen vorbeilaufen. Die Neunjährige ist mit ihren Freundinnen Enja und Dinah gerade auf dem Weg zu den Schafen, Ziegen und anderen Tieren, die in dem fast 5000 Quadratmeter großen Auslauf nach Nahrung suchen und schon von einer kleinen Gruppe gestreichelt werden. Viele Menschen sind am Wochenende zum Siegener Tierheim gekommen und schauen sich die Tiere an.

Zum zweiten Herbstfest hatte das gut 50-köpfige ehrenamtliche Team eingeladen. „Wir sind schon zu Beginn sehr zufrieden mit dem Besucherandrang“, sagt Tobias Neumann. Der Leiter des Tierheims und rund 20 Helfer stehen an diesem Tag für die vielen Fragen und Wünsche der Gäste bereit. Da 2017 zum 80. Geburtstag das erste Herbstfest so gut angenommen worden war, war es nun Zeit für eine Wiederholung.

Bautechnische Herausforderungen

Neben den vielen Tieren hatte das Tierheim-Team eigentlich auch das Richtfest des neuen Hundehauses 2 feiern wollen. Doch wegen einiger bautechnischer Herausforderungen wird es mit der offiziellen Eröffnung und dem Einzug der ersten Hunde sicher noch zwei Monate dauern.

Wenn der Betrieb dann läuft, ist es für die Mitarbeiter, die Tierärztin, die bisher dreimal in der Woche im Tierheim ist, eine große Bereicherung. Röntgen, Ultraschall und auch kleinere Operationen sind dann möglich. Statt dem Neubau konnten sich die Besucher an den beiden Tagen aber das restliche Tierheim mit all seinen Bewohnern anschauen.

Lebende vierbeinige Rasenmäher

Auch einen Flohmarkt gab es. Dort konnte nach Herzenslust gestöbert werden und so manches antike Stück oder neuwertige Schnäppchen gefunden werden. Bei einer großen Tombola gab es viele tolle Preise zu gewinnen. Hauptgewinn: Ein Flug zu den Polarlichtern. „Die Einnahmen des Festes gehen voll und ganz an unsere Tiere“, so der Tierheimleiter. Hunde, Katzen und Kleintiere zogen an den beiden Tagen die Blicke auf sich. Wann kann man sonst schonmal inmitten von Hühnern, Ziegen, Enten, Hängebauchschweinen und Schafen sein.

Fast 2000 Tiere pro Jahr nimmt das Tierheim auf und vermittelt sie. Hunde, Katzen und Kleintiere finden recht einfach einen neuen Besitzer. Anders als die beiden Schafe Ida und Georgi, die Ziege Moritz und vielen anderen großen Vierbeiner. Denn so ein Schaf oder eine Ziege stellt man sich nicht mal eben in den Garten. „Was ohne weiteres auch gar nicht erlaubt ist“, stellt Tobias Neumann klar. „Eigentlich wollen wir die auch gar nicht abgeben. Denn sie fressen uns auf dem gesamten Gelände wunderbar das Gras ab und wir ersparen uns das Rasenmähen“, schmunzelt er. Eine klassische Win-Win-Situation für Mensch und Tier.

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