Pflegedienst

Neunkirchen: Seit zehn Jahren „Hand in Hand“

Der Vorstand von „Hand in Hand“:  Vorsitzende Marlies Schindler, Kassierer Jörg Capito, die beiden Beisitzer Heinz-Erich Friedrich und Martin Schreiber, Koordinatorin Susanne Melis, Geschäftsführerin Bettina Großhaus-Lutz und Beisitzerin Claudia Müller (von links)

Der Vorstand von „Hand in Hand“: Vorsitzende Marlies Schindler, Kassierer Jörg Capito, die beiden Beisitzer Heinz-Erich Friedrich und Martin Schreiber, Koordinatorin Susanne Melis, Geschäftsführerin Bettina Großhaus-Lutz und Beisitzerin Claudia Müller (von links)

Foto: Gemeinde Neunkirchen

Der Entlastungsdienst für pflegende Angehörige ist seit einem Jahr im Verbund mit den Burbacher „Helfenden Händen“ und der Audi BKK.

Neunkirchen. Am 1. März jährt sich die Gründung der Organisation „Hand in Hand“ zum zehnten Mal. Das ist nicht nur für den Vorstand ein Grund zum Feiern: Alle Kunden, Helferinnen und Helfer sind am Freitag von 10 bis 12 Uhr zu einem Gas Sekt ins Büro der Senioren-Service-Stelle in Zimmer 201 des Rathauses eingeladen.

Hand in Hand

2008 fiel die Entscheidung für die Gründung von „Hand in Hand“. In der örtlichen Kompetenzrunde sind soziale Institutionen, Politik und Verwaltung vertreten; sie reagierte auf eine Befragung der Neunkirchener Bürgerinnen und Bürger. In der Bevölkerung bestand ein großer Bedarf, ältere Hilfebedürftige, Behinderte und Familien in krankheitsbedingten Notsituationen im Gemeindegebiet zu versorgen.

Die Zukunftsinitiative „Leben und Wohnen im Alter“ des Kreises Siegen-Wittgenstein förderte für zunächst zwei Jahre den Aufbau der Organisation. Mit Unterstützung der politischen Gemeinde, der Ratsfraktionen, der karitativen und diakonischen Vereine und Institutionen sowie der Kirchengemeinden wurde am 1. März 2009 die Organisation „Hand in Hand“ gegründet. Sie war zunächst eine Abteilung des Freundes- und Förderkreises der DRK-Diakoniestation in Neunkirchen. Bereits im August 2009 wurde die Organisation vom Land Nordrhein-Westfalen anerkannt.

Zu Beginn startete „Hand in Hand“ mit einer hauptamtlichen Einsatzleitung und fünf Helferinnen. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Helferinnen und Kunden hinzu, sodass mittlerweile 134 Helferinnen über 200 Kunden regelmäßig betreuen. Angesichts der hohen Nachfrage und dem damit verbundenen Auftragsvolumen wurde am 1. Mai 2015 der eigenständige, gemeinnützige Verein „Hand in Hand Neunkirchen “ gegründet. Der Verein bietet hilfebedürftigen, alten, kranken und behinderten Menschen sowie deren Angehörigen Unterstützung an.

Für den gemeinnützigen Verein sind Helferinnen und Helfer mit unterschiedlichen Qualifikationen und Arbeitsschwerpunkten tätig. Die hauptamtliche Einsatzleiterin Susanne Melis koordiniert und begleitet die Arbeit der Helferinnen. Der ehrenamtlich tätige Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und sorgt für die Qualifizierung und Begleitung der Helferinnen und der Einsatzleitung.

„Verbund Sorglos“

Im Jahr 2018 hat sich „Hand in Hand Neunkirchen“ mit den „Helfenden Händen Burbach“ und der Audi BKK zum „Verbund Sorglos“ zusammengeschlossen, um sich gemeinsam im Rahmen von Qualifikation und Fortbildung zu unterstützen. Als Leuchtturmprojekt ging der „Verbund Sorglos“ zu Beginn des Vorjahres an den Start. Nun verlängert die Audi BKK die Kooperation.

„Wir haben eine soziale Verantwortung in der Region und fühlen uns den Menschen hier sehr verbunden“, erklärt Torsten Jentsch, Leiter des Audi BKK-Service-Centers in Neunkirchen. „Darum engagieren wir uns für viele Projekte, die außerhalb des normalen Krankenkassengeschäfts liegen.“

Pflegende Angehörige zu entlasten sowie ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden sind die Ziele des Verbunds. Das geschulte Personal von „Hand in Hand“ erledigt Einkäufe, kocht oder betreut die bedürftigen Menschen. So werden einerseits die Angehörigen entlastet, andererseits profitieren insbesondere von Demenz betroffene Menschen von der kompetenten und individuellen Betreuung,

Die Kooperation ist mit der Option der Verlängerung zunächst auf ein Jahr zugesichert. Torsten Jentsch und Bettina Großhaus-Lutz sind zuversichtlich, die gute Zusammenarbeit auch darüber ­hinaus fortsetzen zu können. „Der Verbund ist ein Erfolgsmodell, das Miteinander klappt hervorragen.“

>>>>INFO:

Mehr dazu unter: www.hand-in-hand-neunkirchen.de

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