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Dampfbahn bekommt neue Brücke

Foto: FUNKE Foto Services

Sprockhövel.   Das 30 000 Euro teure Projekt wird vom Verein und der Sparkassenstiftung finanziert. Bauwerk soll die Strecke noch attraktiver machen.

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Auch wenn Fahrzeuge und Strecke beim Dampfbahnclub Sprockhövel nur einen Bruchteil so groß wie die Originale sind, kann der Verein nun ein wirklich großes Projekt verwirklichen: In der kommenden Woche soll der Baustart für eine neue Brücke auf dem Gelände Am Beermannshaus erfolgen. Das Bauwerk nach dem Vorbild realer Fachwerkstahlbrücken der Bahn soll rund sechs Meter lang und eineinhalb Meter breit werden, der Hügel soll entsprechend aufgeschüttet werden. Dazu soll die Gesamtstrecke von 400 auf 600 Meter verlängert werden, die Züge sollen künftig über die Brücke und unten bei einer Höhe von 1,60 Meter hindurch fahren.

Starke Gefällestrecken

„Das wird ein Highlight“, sagt der Vereinsvorsitzende Reiner Münch. „Man kann dann vom Zug aus oben von der Rampe herunterschauen, wenn Züge unten durch fahren, und von unten gucken, wenn Züge darüber fahren.“ Münch ist sicher, dass die Attraktivität der Strecke damit weiter gesteigert wird. Schon jetzt biete die Strecke mit relativ starken Berg- und Talgefällen eine Besonderheit, die sonst kaum irgendwo zu finden sei. Vergleichbare Modellbahngelände gebe es erst wieder in Leverkusen und Hamm. „Besucher kommen sogar aus dem Münsterland nach Sprockhövel“, sagt Münch.

Beim Verein freut man sich, dass 20 000 der 30 000 Euro Baukosten von der Sparkassenstiftung übernommen werden. „Wir sind heilfroh, dass die Stiftung uns unterstützt“, sagt Reiner Münch. Sonst wäre das Projekt aus seiner Sicht nicht zu stemmen gewesen. Schon jetzt stecken mehrere Vereinsmitglieder viel zusätzliche Arbeit hinein, sind an den Wochenenden aktiv, teilweise unter der Woche. Beim Ausbau werden sie zum Beispiel die Verlegung der 200 Meter zusätzlicher Gleise selbst übernehmen.

Bei der Sparkassenstiftung steht man hinter dem Brückenbau: „Es war ein ungewöhnlicher Förderantrag, der uns aber gleich überzeugt hat“, sagt Werner Sauerwein, Vorsitzender des Kuratoriums. „Das Projekt hat eine Signalwirkung für Sprockhövel“, ist Christoph Terkuhlen, Vorsitzender der Sparkassenstiftung, überzeugt.

Nachdem ein Tiefbauunternehmen ab der kommenden Woche die ersten Erdarbeiten erledigt habe, werden danach die Fundamente für die Brücke gegossen, sagt Reiner Münch. Nach dem Einsetzen der Schalungsteile werde schließlich die Brücke als Ganzes oben drauf gelegt. Münch hofft, dass die Brücke zum traditionellen Andampfen im April 2017 fertig ist, doch ob es bis dahin klappe, sei gerade wegen der Abhängigkeit der Arbeiten vom Wetter unklar.

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