Vereinssport

Sprockhövel: Hallen-Sperrung ist Herausforderung für Vereine

Die Sanierung der Kreissporthalle in Haßlinghausen bedeutet für die Vereine viel Organisationsaufwand. Viele müssen sich strecken, um neue Trainingszeiten an anderen Orten zu finden.

Die Sanierung der Kreissporthalle in Haßlinghausen bedeutet für die Vereine viel Organisationsaufwand. Viele müssen sich strecken, um neue Trainingszeiten an anderen Orten zu finden.

Foto: Volker Speckenwirth / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die Sperrung der Kreissporthalle Haßlinghausen fordert die Vereine – mit neuen Trainingszeiten und -orten. Bei Meisterschaften drohen Probleme.

Die Sanierung der Kreissporthalle in Haßlinghausen ab April bringt für die Sprockhöveler Vereine, die in der Halle beheimatet sind, erhebliche Probleme mit sich. Sie müssen in andere Hallen ausweichen, veränderte Trainingszeiten hinnehmen und sich für die zehnmonatige Schließung deutlich einschränken.

Sperrung der Kreissporthalle macht Probleme

„Für uns ist das eine sehr unangenehme Situation“, sagt Steffen Peter, von der Basketball-Abteilung des TV Haßlinghausen. Man habe nun die Optionen in die Sporthalle in Haßlinghausen oder die Glückauf-Halle auszuweichen, allerdings zu ungewohnten Zeiten. „Unsere Spieler hab natürlich ihren wöchentlichen Rhythmus. Was wir nun tun, entscheiden wir in den nächsten Wochen“, erklärt er.

Auch Organisatorisch stelle der Umzug auf Zeit die Abteilung vor Probleme. Die Basketbälle lagere man zum Beispiel aktuell in der Kreissporthalle. Nun müsse eine andere Lösung gefunden werden, so Peter. „All das ist schon ärgerlich, aber für die zehn Monate beißen wir in den sauren Apfel. Uns bleibt ja auch nichts anderes übrig.“

Alternativen gefunden

Betroffen von der Sanierung der Kreissporthalle sind auch die Handballer des HC Hasslinghausen. Sie trainieren und tragen ihre Meisterschaftsspiele teilweise in der Kreissporthalle aus. Die erste Mannschaft des HCH trainiert aktuell zweimal in der Woche in der Halle des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Ab April müssen sie sich nun umstellen. Das Mittwochstraining findet dann in der benachbarten Sporthalle statt. Die Alten Herren, die zu dieser Zeit eigentlich die Sporthalle nutzen, müssen sich nun andere Räumlichkeiten suchen. Für das Training am Donnerstag ist für den HCH die kleine Turnhalle am Haßlinghauser Lehrschwimmbecken am Rathausplatz vorgesehen. „Ob diese Halle für uns ausreicht, kann ich nicht sagen. Das müssen wir uns erst einmal anschauen“, sagt HC-Geschäftsführer Klaus-Dieter Hiedels.

Termin-Probleme bei Meisterschaftsspielen

Die Spieler müssen sich nun auf veränderte Zeiten einstellen, doch das sei gar nicht das große Problem, so Hiedels. „Schwieriger wird es, wenn ab dem Herbst die neue Saison anfängt. Dann könnte es bei den vielen Meisterschaftsspielen der Vereine an den Wochenenden zu erheblichen terminlichen Schwierigkeiten kommen.“

Der Sport für Menschen mit geistiger Behinderung, der vom Turnverein Haßlinghausen freitags in der Kreissporthalle angeboten wird, findet demnächst zu leicht veränderten Zeiten in der benachbarten Sporthalle statt. „Wenn es diese Lösung nicht gegeben hätte, hätten wir die Trainingsgruppe auflösen müssen“, sagt Leiterin Erika Rohleder. „Der Weg in eine entfernte Halle wäre für die 60 bis 70 Menschen, die bei uns mitmachen, zu weit und unmöglich gewesen.“ In der Sporthalle könne das Angebot, das es nun seit 34 Jahre gibt, fortgesetzt werden, so Erika Rohleder.

Andere Gruppen müssen ausweichen

Die Tischtennisspieler des TTC Haßlinghausen, die montags in der Kreissporthalle trainieren, weichen ebenfalls in die Sporthalle aus. Für die Gymnastikgruppe des Vereins, die zur dieser Zeit normalerweise die Halle belegt, muss ein anderer Ort gefunden werden. „Für uns sind die Auswirkungen nicht ganz so erheblich wie für andere Vereine“, so Oliver Dickel vom TTC Haßlinghausen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben