Konfi-Show

Sprockhövel: Jugendliche verpacken Gebote in Film und Musik

Sketche, Filme, Tanz und Gesang: Die Jugendlichen näherten sich den zehn Geboten auf unterschiedlichste Art.

Sketche, Filme, Tanz und Gesang: Die Jugendlichen näherten sich den zehn Geboten auf unterschiedlichste Art.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die Konfirmanden aus Sprockhövel verpacken in der Konfi-Show die Zehn Gebote mit den Toten Hosen und Dolly Partons „Jolene“.

Die Zehn Gebote einmal anders präsentierten die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel in der jährlichen „Konfi-Show“ im Gemeindehaus am Perthes-Ring. In Projektgruppen widmeten sich vier Wochen den Geboten und erarbeiteten gemeinsam, wo sich die religiösen Richtlinien auch in der Gegenwart verstecken könnten. Es zeigte sich: Überall.

Im Theater-Sketch, in einer Tanzaufführung oder auch in unterschiedlichen Filmproduktionen erarbeiteten die Jugendlichen die Zehn Gebote in einem modernen Gewand. „Die Interpretationen der Konfirmanden zeigt ganz deutlich die Aktualität der Gebote“, beschreibt Robin Breßgott, neuer Jugendreferent in der Gemeinde. Es seien noch heute gute Regeln, um ein friedliches Zusammenleben miteinander zu garantieren.

Dolly Parton und die Toten Hosen

Besonders deutlich wird dies für die Jugendlichen anscheinend durch die Musik. Denn immer wieder kam sie in der Show zum Einsatz: Zum siebten Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ sangen die Konfirmanden als gemischter Chor das Lied ‚Jolene‘. Im Original von Dolly Parton, ist es die Bitte einer Ehefrau an Jolene, sich nicht ihren Mann zu nehmen.

Aber auch das zehnte Gebot „Du sollst nicht neidisch sein“ wurde unter Zuhilfenahme von Musik dargestellt. Zu den Klängen von „Warum werde ich nicht satt“ von den Toten Hosen führten zehn Konfirmandinnen einen Tanz auf.

Filmproduktionen und Quiz zu den Geboten

„Ich fand es einfach großartig“, beschreibt Nicole Birke die Show im Gemeindehaus. „Es ist einfach mal anders. Die Jugendlichen konnten sich ihren eigenen Zugang suchen, um die Zehn Gebote zu verstehen.“ Gemeinsam mit ihrem Mann unterstützte sie ihren Sohn Fynn, der als einer der 57 Konfirmanden an diesem Tag auf der Bühne stand. Als Schauspieler in einer der zwei Filmproduktionen hatte sich der junge Christ mit den Geboten auseinandergesetzt.

Mit einem Quiz zu den Geboten kurz vor Ende der rund zwei Stunden dauernden Show, waren auch die Eltern und Gemeindeangehörigen im Publikum gefragt und rätselten fleißig mit. Auf Fragen nach dem Doppelgebot der Liebe oder danach, welches Synonym die Zehn Gebote beschreibt, gab es unter den Besuchenden unterschiedliche Antworten. Die „Freiwilligen“ – Jugendliche aus dem Publikum – antworteten gekonnt und arbeiteten gewitzt mit dem Team der Moderatoren zusammen.

Einladung zur Wahl des Presbyteriums

Zum Abschluss holten Jugendreferent Robin Breßgott und Pastorin Heike Rienermann noch einmal alle Konfirmanden und ihre Teamer auf die Bühne. „Wir wollen einfach Danke sagen für diese tolle Show“, erklärt Heike Rienermann. „Besonders auch dafür, dass ihr den Mut hattet so offen über euren Glauben zu sprechen“, ergänzt Robin Breßgott. Das Abschlusswort an diesem Abend hatte aber die Jugend, die zum Gottesdienst am 1. März in die Zwiebelturmkirche in Niedersprockhövel einlud: Denn an diesem Tag wird das neue Presbyterium gewählt.

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