Brodel-Sondersitzung

Sundern: FDP vermisst echten Wunsch nach Aufklärung

Rüdiger Laufmöller und Dorothee Thiele fordern mit der FDP-Fraktion eine saubere Aufklärung im Fall Brodel ohne Vorverurteilungen.

Rüdiger Laufmöller und Dorothee Thiele fordern mit der FDP-Fraktion eine saubere Aufklärung im Fall Brodel ohne Vorverurteilungen.

Foto: Ted Jones / WP Ted Jones

Sundern.  Mit dem Verlauf der Sondersitzung des Rates zu den Vorwürfen gegen Bürgermeister Brodel zeigte sich die Sunderner FDP unzufrieden.

Die FDP-Ratsfraktion in Sundern geht hart mit anderen Fraktionen ins Gericht, die aus ihrer Sicht die Sonderratssitzung zu den Vorwürfen gegen Bürgermeister Ralph Brodel als „Wahlkampfveranstaltung“ genutzt hätten und nicht wirkliches Interesse an einer Aufklärung gezeigt hätten.

Aufklärung gefordert

„Mit Spannung und der Hoffnung darauf, Licht ins Dunkle zu bringen“ sei die FDP-Fraktion in die Sondersitzung des Rates am vergangenen Donnerstag gegangen. Nachdem man sich mit den anderen Fraktionen darauf geeinigt hatte, die zusätzlichen Punkte von der Tagesordnung zu streichen und lediglich das Thema „Vorwürfe gegen Bürgermeister Ralph Brodel, Schreiben der Kämmerin“ im öffentlichen und nicht öffentlichen Teil zu bearbeiten, habe die CDU zunächst „mit einem Rundumschlag“ begonnen. „Alles Fakten die bekannt waren“, so die FDP, die ihrerseits Aufklärungsarbeit einforderte. Befragungen sollten geleistet werden.

Vorgehensweise abgesprochen?

„Aber auch die anderen Fraktionen, wie BfS und WiSu nutzten die Bühne für eine für sie günstige, aber für den Steuerzahler mindestens 5000 Euro teure Sondersitzung“, kritisiert die FDP. Herrn Brodel sollte nicht einmal die Gelegenheit gegeben werden zu antworten, was jedoch formal nicht möglich war. Hoffnung habe die FDP-Fraktion in den nicht öffentlichen Teil gelegt, der dann auf Antrag der CDU schnell beendet worden sei. „Die offensichtlich abgesprochene Vorgehensweise wurde dann auch mit den Stimmen der anderen Fraktionen und fraktionslosen Mitgliedern, die auch diese Sitzung gefordert hatten, mehrheitlich angenommen“, beklagt sich die FDP, „offensichtlich war hier nicht die Aufklärung der Vorwürfe das Ziel, sondern eine möglichst widerspruchslose Vorverurteilung einer Person“.

Saubere Aufarbeitung nötig

Die FDP stellt klar, dass sie Bürgermeister Brodel nicht bei seiner Kandidatur unterstützen werden. „Aber für uns gilt: Saubere Aufarbeitung und keine Vorverurteilungen“, so die FDP in einem Schreiben, das von Rüdiger Laufmöller, Dorothee Thiele, Dr. Sabine Riechert-Rother und Hanns-Rüdiger Fehling unterzeichnet wurde.

Abschließend wünscht die Sunderner FDP-Fraktion für die Zukunft, „dass alle Ratsmitglieder, insbesondere in der neuen Zusammensetzung ab Oktober, wieder etwas mehr gemeinsam an der Zukunft unserer Stadt arbeiten“.

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