Politik

Sundern: Serhat Sarikaya verlässt die SPD

Serhat Sarikaya, hier bei einer seiner diversen Spendenaktionen, hat am Mittwoch die SPD verlassen.

Serhat Sarikaya, hier bei einer seiner diversen Spendenaktionen, hat am Mittwoch die SPD verlassen.

Foto: Matthias Schäfer / WP

Sundern.  Serhat Sarikaya hat nach langen Querelen einen Schlussstrich gezogen und die SPD verlassen. Er will sich aber weiter in Sundern engagieren

Kein Aprilscherz, denn mit diesem Schritt war zu rechnen, nun ist Serhat Sarikaya aus er SPD ausgetreten. In einem Schreiben an unsere Redaktion stellt er nochmals die Beweggründe dar: „Diese Entscheidung ist mir nach meinem Rücktritt als Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Sundern am 26. Februar nicht leicht gefallen. Ich musste jedoch diese Entscheidungen treffen, weil es mit den Mandatsträgern und Funktionären im SPD-Stadtverband Sundern offensichtlich seit Längerem nicht mehr möglich ist, im Sinne meiner Heimatstadt zusammenzuarbeiten und die Zukunft zu gestalten“, schreibt Sarikaya, der zuvor längere Zeit Vorsitzender der Partei war.

Verleumdungen und Diffamierungen

Sarikaya macht auch öffentlich, dass er nach dem Rücktritt als Vorsitzender Ziel von „Verleumdungen und Diffamierungen von einzelnen Mitgliedern“ war: „Die Ereignisse der letzten Jahre und besonders der letzten Monate haben mir leider schmerzhaft deutlichgemacht, dass es in der SPD Sundern keineswegs um die sozialdemokratischen Grundwerte und um die Zukunft meiner Heimatstadt geht. Mit diesen Mandatsträgern und Funktionären im SPD-Stadtverband Sundern möchte ich daher aufgrund der Mitgliedschaft in der SPD nicht in Verbindung gebracht werden“. begründet Serhat Sarikaya seinen endgültigen Bruch mit den Sozialdemokraten. Gleichzeitig wolle er „ein deutliches Zeichen“ setzen.

Kritik an Parteiverhalten

Sarikaya übt auch Kritik an dem Verhalten der Partei: „Von einem Mitglied des aktuellen Vorstands wurde in den sozialen Medien ein ausländerfeindlicher Beitrag veröffentlicht. Dieser Beitrag wurde in keinster Weise vom SPD-Stadtverband Sundern gerügt, obwohl er ausdrücklich darauf hingewiesen wurde.“ Er finde es traurig, dass auf diese Art „wesentliche Werte der Sozialdemokratie mit Füßen getreten“ würden. Verleumdungen und Diffamierungen müssten ein Ende haben.

Zukunft in Sundern

Zu seiner Zukunft sagt Serhat Sarikaya, dass er sich für seine Heimatstadt engagieren und einsetzen werde: „Wie ich es schon seit Jahren mache. Von nun an jedoch ohne SPD-Parteibuch.“ Gleichzeitig verweist er darauf, dass inzwischen 67 Mitglieder - mehrheitlich unter 35 Jahren - die Parteimitgliedschaft gekündigt hätten: Das zeige, „dass sich besonders die Jugend von der derzeitigen SPD und den Verantwortlichen in der Partei und der Fraktion abwendet.“ Serhat Sarikaya hat sich in den vergangenen Wochen beim Corona-Abstrichcenter von Mediziner Hermann-Josef Müller und mit einem Lieferservice in der ganzen Stadt engagiert.

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