Prozess

Angriff in der Öffentlichkeit: Velberter soll in Psychiatrie

Hier im Justizzentrum in Wuppertal fand der Prozess statt.

Hier im Justizzentrum in Wuppertal fand der Prozess statt.

Foto: Uwe Möller / WAZ FotoPool

Wuppertal.  Ein 24-jähriger Velberter steht wegen schwerer Angriffe in der Öffentlichkeit vor Gericht. Er soll dauerhaft in eine Klinik eingewiesen werden.

Ein 24 Jahre alter Velberter steht wegen schwerer Angriffe in der Öffentlichkeit vor dem Landgericht. Der vorbestrafte Mann soll einen Passanten in der Innenstadt mit einer Latte angegangen sein. Bei einer anderen Gelegenheit habe er Steine von einer Baustelle geworfen.

Der Beschuldigte erklärte den Richtern: Bei einem Geschehen im Dezember 2018 habe er „Zeichen Satans“ gesehen. Der Mann gilt als psychisch erkrankt. Die Staatsanwaltschaft beantragt, ihn dauerhaft in eine geschlossene Klinik einzuweisen. Dort wird er bereits vorläufig versorgt.

Schwerste Anklagepunkt betrifft Geschehen von 2018

Der schwerste Anklagepunkt betrifft mutmaßliche Abläufe vom Dezember 2018. Der Beschuldigte habe während einer S-Bahn-Fahrt nach Wuppertal einen Fahrgast bedrängt. Es habe sich ein Gerangel entwickelt, das sich am Zielort fortsetzte. Der 24-Jährige sei zum Entsetzen von Augenzeugen ins Gleisbett gesprungen und habe mit Schotter geworfen. Die Polizei sei sofort gekommen. Schließlich soll der Velberter mit einer Eisenstange hantiert haben, die er während des Geschehens gefunden hatte.

Der Beschuldigte erklärte, er habe sich verteidigen wollen

Im Gericht erklärte der Mann, er habe sich verteidigen wollen. Er wisse, dass Zeugen ihn mit der Stange in den Händen sahen und was das für einen Eindruck gemacht haben müsse. Über den Passagier im Zug sagte er zunächst, der sei ihm „unsympathisch“ gewesen.

Auf Nachfrage erklärte der Angeklagte, er habe geglaubt, den Anderen wiederzuerkennen: „Ich hatte einen Film im Internet gesehen.“ Daraus sollte sich ergeben, dass der fremde Fahrgast eine bestimmte Frau in Mettmann oder Wülfrath misshandele. Der 24-Jährige fügte hinzu: „Ich habe gedacht, dass ich was tun muss. Heute weiß ich, dass es nicht so war.“

24-Jähriger will „Zeichen Satans“ erkannt haben

Laut dem 24-Jährigen löste eine simple Geste des Anderen diese Gedanken aus. Er erläuterte den Richtern: „Das war ein geheimes Zeichen Satans. Das kennen die Meisten gar nicht. Aber ich weiß Bescheid.“

Das Gericht will am 27. Juni weiter verhandeln und Zeugen befragen.

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