Gesundheit

Apotheken im Kreis haben genügend Impfstoff gegen Grippe

Jetzt ist, so Apotheker, die richtige Zeit, um sich gegen Grippe impfen zu lassen.

Jetzt ist, so Apotheker, die richtige Zeit, um sich gegen Grippe impfen zu lassen.

Foto: Istock / Getty Images / Getty Images/iStockphoto

Velbert.  Im Winter steigt das Grippe-Risiko. Damit es nicht wieder zu Impfstoff-Engpässen kommt, wurden mehrere Millionen Dosen mehr freigegeben.

Mit dem Regen kommt die Kälte und mit der Kälte die Erkältungen – und wenn es noch schlimmer kommt, sogar die Grippe: Meist zu Anfang des Jahres wird Deutschland von einer Grippewelle überrollt. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Grippe-Impfungen, die bereits ab Spätsommer beginnen können. Sie sollen die Bevölkerung – und hier besonders so genannte „Risikopatienten“ – in der kalten Jahreszeit schützen.

Kombination aus vier verschiedenen Viren

Doch mit dem Impfstoff klappt nicht immer alles wie geplant: Im letzten Winter etwa kam es zu einem Impfstoff-Engpass, zeitweise war die Impfung kaum noch möglich. In diesem Jahr aber sieht all das deutlich anders aus. „Wir haben in diesem Jahr keinen Engpass“, erzählt Inge Funke, Apothekenverbands-Sprecherin für Mettmann, Ratingen und Velbert. „Wir haben auf jeden Fall ausreichend Impfstoff, es wird ja sowieso nur noch der tetravalente geimpft.“ Tetravalenter Impfstoff ist ein Gemisch, das nach seinen vier Bestandteilen aus vier verschiedenen Grippe-Viren benannt wurde. Durch diese Kombination soll er besseren Schutz bieten als die früheren Impfstoffe aus drei Viren-Typen.

Drei Millionen Dosen mehr

Laut dem deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, dem Paul-Ehrlich-Institut, wurden für diese Grippe-Saison fast 20 Millionen Dosen Impfstoff für den Gebrauch in der ganzen Bundesrepublik freigegeben. Das sind mindestens drei Millionen mehr Dosen als noch im vergangenen Jahr, als der Impfstoff nach einer Zeit knapp wurde. Dem will man in diesem Jahr auf jeden Fall entgehen und hat deswegen besonders viel Grippe-Impfstoff für die Bürger bereitgestellt.

Optimal im Herbst impfen

„Jetzt ist übrigens die perfekte Zeit zur Grippe-Impfe“, erklärt Inge Funke. Denn bedacht werden sollte, dass der Stoff ungefähr 14 Tage braucht, um wirksam zu werden. Deswegen sei es notwendig, so früh wie möglich die Impfung wahrzunehmen. Generell impfen lassen sollten sich vor allem „Risikopatienten“: Dazu gehören Menschen, die älter sind als 60 Jahre, außerdem Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Auch Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sollten über einen Impfschutz nachdenken. „Dazu zählen Leute, die Publikumsverkehr haben“, erklärt Funke, „wie zum Beispiel Erzieher“. Übrigens: Wer älter ist als 60 Jahre, sollte sich zusätzlich zur Grippe auch gegen Pneumokokken impfen lassen. „Die treten auch vermehrt im Winter auf“, sagt Funke und fügt hinzu: „Das muss dann auch nicht Jahr für Jahr wiederholt werden, sondern hält ungefähr zehn Jahre vor.“

Sechs bis zwölf Monate Immunität

Wer sich gegen Grippe hat impfen lassen, ist zwischen sechs und zwölf Monaten immun. Genug Zeit also, die kalten Monate und die damit einhergehende Grippe-Saison unbeschadet zu überstehen. Wichtig ist allerdings: auch eine Impfung bietet keinen einhundertprozentigen Schutz. Darum ist es wichtig, auf ausreichende Hygiene zu achten und das Immunsystem durch Sport, Stressreduktion, Bewegung an der frischen Luft und gute Ernährung zu stärken.

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