Berufskolleg

Berufskolleg in Velbert hat endlich eine moderne Cafeteria

Einen Vorgeschmack auf das Potential der Cafeteria gab’s natürlich ebenfalls bei der Eröffnung. Diese Gelegenheit nutzten etliche Schüler und auch geladene Gäste, so wie hier Velberts stv. Bürgermeister Emil Weise (re.).

Einen Vorgeschmack auf das Potential der Cafeteria gab’s natürlich ebenfalls bei der Eröffnung. Diese Gelegenheit nutzten etliche Schüler und auch geladene Gäste, so wie hier Velberts stv. Bürgermeister Emil Weise (re.).

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Kreis sorgt in seinem Berufskolleg in Velbert für eine zeitgemäße Cafeteria. Für die Maßnahme wurden 600.000 Euro verbaut. Das Warten war lang.

„Was lange währt, währt gut.“ Man habe drei Schulleiter verschlissen, sagte Thomas Hendele und dankte sämtlichen Betroffenen und Beteiligten für ihre „unglaubliche Geduld“. Doch nunmehr sei das Berufskolleg Niederberg im Kampf um die besten Köpfe – damit meinte der Landrat ausdrücklich sowohl Schüler bzw. Studierende als auch Lehrer – wieder ein Stück konkurrenzfähiger geworden. Nicht nur über das Bildungsangebot, sondern eben auch über so genannte weiche Standortfaktoren wie der Verpflegungssituation. Der Probebetrieb für die aufwändig umgestaltete Cafeteria des Kollegs ist schon im November angelaufen, jetzt wurde sie offiziell eröffnet.

Professionelle Großküche mit allen Schikanen

Ihre Feuertaufe hat sie bereits im Februar bestanden, als dort die Ausbildungsbörse stattfand. Küche und Gastraum sind nun getrennt. Man habe über 600.000 Euro verbaut und ein ansprechendes Angebot geschaffen, sagte Hendele, und die Cafeteria mit ihrer professionellen Großküche sehe auch ansprechend aus.

Sie ist u. a. ausgestattet mit Heißluftdämpfer, Doppelbecken-Fritteuse, Grillbräter, Auslagetheken für Snacks und Backwaren, Kombi-Kühlzelle und Spülküche. Betreiber und Pächter – und das ist an der Langenberger Straße ein echte Tradition – ist die Heiligenhauser Familie Plümel. Sie versorgt die Schüler fortan von 7.30 bis 13.30 und an drei Tagen zusätzlich auch noch von 16 bis 20 Uhr die Abendschüler.

Bewegliche Glaswände und Lern-Lounge

Anfangs war der heutige Standort lediglich eine vom Geschoss darüber überdachte Fläche, auf der damals ganz kräftig gequalmt wurde, wie Frank Flanze in seinem launigen Rückblick erinnerte. Erst 1985 kam eine Verglasung, dann ein zunächst freistehender Kiosk-Container. „Die Lösung, die wir jetzt haben, ist genau die richtige. Und einen Nachschlag gibt’s auch“, lobte der Schulleiter (seit Juli 2017), der seine Kriterien als erfüllt ansieht: „Es muss schön und funktional sein.“ Viele kämen ohne gefrühstückt zu haben, die meisten brächten kein Pausenbrot mit; zudem erforderten das Ganztagsangebot und neue Unterrichtskonzepte eine entsprechende Versorgung. Jetzt seien die Zeiten passé, da ein Caterer das Essen in Folie verpackt angeliefert habe.

Und dank der beweglichen Glaswände habe man zusätzlich zu der „runderneuerten“ Cafeteria noch einen kleinen Veranstaltungsraum hinzugewonnen. Damit nicht genug: Das Berufskolleg verfügt jetzt auch über eine Lern-Lounge als Lernort und Treffpunkt. Die Maßnahme wurde im Zuge des Programms „Gute Schule 2020“ vom Land und der NRW.BANK gefördert.

Erste Überlegungen liegen schon lange zurück

Die alten technischen Anlagen hatten nicht dem heutigen Stand der Technik entsprochen. Es gab weder eine für die Zubereitung von Speisen notwendige Küche noch andere sanitäre Einrichtungen oder Personalräume. Es ging beengt zu, so dass keine geregelten Arbeitsabläufe möglich waren. Die Lüftung arbeitete nur unzureichend; mit der Folge, dass man in den in den nah gelegenen Fluren und Klassen schnell roch, was auf den Tisch kam. Erste Planungsüberlegungen, das alles gründlich zu ändern und zu verbessern, wurden schon in 2014 angestellt. Doch es stellten sich Verzögerungen ein bzw. wurde aufgrund der beim Berufskolleg in Mettmann gesammelten Praxiserfahrungen ein gründliches Umdenken nötig. Man habe viele Umwege machen müssen, sagte Thomas Hendele zusammenfassend. Bildung sei im Kreis Mettmann das Ziel Nummer Eins , betonte er. Darin wisse man sich mit dem Kreistag einig.

Schülervertreter drehen einen Film

Einen optischen Vorgeschmack auf die Cafeteria mit kurzen Statements und kleinen Interviews bot bei der Feier im Hörsaal die Schülervertretung mit einem „superschönchen Filmchen“, bevor sich die Gesellschaft zur Besichtigung und zum Banddurchschneiden auf den kurzen Weg durchs Schulgebäude machte.

>>ANGEBOT UMFASST 29 BILDUNGSGÄNGE

  • Das Berufskolleg Niederberg wurde 1999 vom Berufsschulzweckverband Velbert und Heiligenhaus übernommen und unter der Trägerschaft des Kreises Mettmann stetig ausgebaut. Heute bietet die so genannte Bündelschule 29 Bildungsgänge in den Bereichen Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung.
  • Rund 1800 Schüler und Studierende – sie werden von 80 Lehrern unterrichtet – erwerben unterschiedliche Abschlüsse in dualen Bildungsgängen, allgemeinbildende Abschlüsse mit beruflichen Schwerpunkten sowie Abschlüsse der Weiterbildung. Das Berufskolleg ist eine Europaschule.

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