Sport in Langenberg

Der Langenberger Willi vom Hove läuft auch mit 80 noch

Mit der Wandergruppe der evangelischen Kirche in Langenberg ist Willi vom Hove regelmäßig unterwegs. am

Mit der Wandergruppe der evangelischen Kirche in Langenberg ist Willi vom Hove regelmäßig unterwegs. am

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Die Langenberger Sprint-Ikone lässt es mittlerweile aber etwas gemächlicher angehen und wandert - bald auch wieder mit allen, die Lust haben.

Willi vom Hove kann auf einige bemerkenswerte Sportereignisse aus den vergangenen Jahrzehnten zurückblicken. Der 80-Jährige gilt zum Beispiel noch immer als der schnellste Mann, den Langenberg je gesehen hat. 1959 lief er, zwanzigjährig, die 100 Meter in 10,9 Sekunden. Ein Rekord, der mittlerweile sechzig Jahre alt und trotzdem ungebrochen ist. „Obwohl es doch eigentlich überfällig wäre“, wie vom Hove im Gespräch mit dieser Zeitung lachend sagt. Seine Theorie: Für das Abitur mussten die Schüler damals die Prüfung in Leichtathletik und Turnen absolvieren und mussten deshalb unbedingt fit sein - eine Notwendigkeit, die heute nur noch selten besteht. Denn Sport steht nur bei wenigen Schülern für das Abitur auf dem Programm.

Sein Rekord ist ungebrochen

Doch vom Hove wartet sogar gewissermaßen darauf, dass sein Rekord bald gebrochen wird: „Heute sind die Bedingungen mit Tartanbahn doch ganz anders als damals. Wir sind noch auf Asche und mit großen Spikes gelaufen.“ Trotzdem hat es bisher anscheinend noch kein Langenberger geschafft, ihm die Bestzeit abzuluchsen. Wenn es aber dazu kommt, wird vom Hove sicher schnell informiert werden: „In den Langenberger Vereinen kennt man sich.“

Die ganze Familie ist sportlich

Doch Willi ist nicht der einzige vom Hove, der der Leichtathletik verfallen ist. Die Sportart liegt der Familie quasi im Blut. Denn sowohl die Töchter Nicole und Carmen als auch Enkelin Clara sind regionale Leichtathletik-Größen. So siegte Nicole erst vor kurzem bei den Landesmeisterschaften über 200 Meter und qualifizierte sich damit für die deutschen Meisterschaften, während Carmen verschiedene Bestleistungen im Fünf- und Siebenkampf gelangen.

Küken der Sportler-Familie ist Clara: Sie wurde erst kürzlich Zehnte mit ihrer Staffel bei den Deutschen Meisterschaften und gewinnt regelmäßig regionale Wettbewerbe.

Willi wandert wieder

Kein Wunder bei dieser Familienkonstellation also, dass auch Willi vom Hove noch immer läuft – wenn auch nicht mehr ganz so schnell. Für diesen Sommer etwa lädt er erneut zu verschiedenen Wanderungen ein: Jeweils am Mittwoch, 24. Juli, 7. August und 28. August kann jeder mitlaufen, der Lust auf Sommerwanderungen hat. Treffpunkt ist am 24. Juli um 10.30 Uhr, am 7. August um 10.15 Uhr und am 28. August um 11.15 Uhr immer die evangelische Kirche in Nierenhof (Kohlenstraße 46). Ziele sind die Kleine Schweiz, der Baldeneysee und der Kemnader See.

Nur an Zusammenkünften teilnehmen

Dass verschiedene Menschen die Strecken nicht mehr schaffen könnten, stellt für den Organisator kein Problem dar. „Wir haben das extra so gelegt, dass die Leute, die nicht mitwandern können, trotzdem an den Zusammenkünften danach teilnehmen können“, sagt er. Wer also nicht mitlaufen kann, hat am ersten Termin die Möglichkeit, um 13 Uhr zusammen mit den Wanderern in die Kleine Schweiz einzukehren, am zweiten Termin ist um 12 Uhr eine Schiffsfahrt von Kupferdreh zum gemeinsamen Treffen in den Südtiroler-Stuben vorgesehen und am letzten Termin kann jeder an einer Rundfahrt zusammen mit den Wanderern teilnehmen, die um 13.45 Uhr an der Anlegestelle Heveney beginnt. „Das haben wir so gelegt, damit hinterher alle gemeinsam zusammensitzen können“, sagt vom Hove.

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