Stadtgalerie Velbert

Eine Führung über die Baustelle der Stadtgalerie in Velbert

Die Stadtgalerie ist von außen noch Baustelle, genauso wie von innen. Die Komplexität der Planung habe dazu geführt, dass sich die Eröffnung der Stadtgalerie verzögert habe, erklärt Bauleiter Andreas Martin.

Die Stadtgalerie ist von außen noch Baustelle, genauso wie von innen. Die Komplexität der Planung habe dazu geführt, dass sich die Eröffnung der Stadtgalerie verzögert habe, erklärt Bauleiter Andreas Martin.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Wieder hat sich die Eröffnung der Stadtgalerie verschoben, diesmal auf den 25. April. Doch wie sieht es gerade eigentlich auf der Baustelle aus?

Kabel hängen von der Decke, meterhoch stapeln sich Kartons voller Müll, die Rolltreppen sind von weißen Planen abgedeckt. „Hier wird’s wahrscheinlich noch bis eine Stunde vor Eröffnung chaotisch aussehen“, meint Andreas Martin, Bauleiter der Stadtgalerie Velbert. Trotzdem ist er zuversichtlich: „Ich bin mir sicher, dass die Stadtgalerie am 25. April eröffnen wird“, sagt er und schiebt hinterher: „Jetzt wirklich!“

Ein Bauarbeiter steht auf einer Leiter und verputzt die weiße Decke. „Die ist was ganz Besonderes“, sagt Andreas Martin und zeigt mit dem Finger nach oben. Wie die Verzahnungen eines Schlüssels solle sich die Decke nämlich durch das Einkaufscenter ziehen. Der Bauleiter läuft auf braunen Holzplatten über die Baustelle. „Darunter liegt der neue Boden aus Naturstein“, erklärt er.

Noch stehen die Geschäfte in der Stadtgalerie leer

Andreas Martin bleibt stehen und zeigt auf eine Glasfront. Unter weißen Planen ragen die Beine schwarzer Schaufensterpuppen hervor, sie stehen neben schwarzen Regalen auf einem grauen Fußboden. „Auf diesen Laden sind wir besonders stolz“, sagt der Bauleiter. Das wird ein Laden? „Klar, das Modehaus Mensing“, erläutert Martin. Das Geschäft biete Moderne, Extravaganz – eben das gewisse Extra. „Dieser Laden könnte genauso auch in Düsseldorf stehen“, ist Andreas Martin sich sicher.

Er geht weiter, vorbei an weiteren Glasfronten. Dahinter ist noch gähnende Leere. Nur kleine Plakate an der Front deuten darauf hin, dass hier in einigen Wochen Einzelhändler ihre Geschäfte haben werden. Der Projektentwickler erklärt, dass die Verzögerung hauptsächlich zwei Gründe habe: „Zum einen ist es schwierig, genügend Ressourcen, also Arbeiter, bereitzustellen und zweitens wird die Komplexität der Planung durch Brandschutzvorgaben immer größer.“

Ein Ort, an dem sich die Velberter wiedererkennen können

Vorbei an Farbeimern, Kabelhaufen und Arbeitsgerüsten betritt Andreas Martin „das Herzstück des Ganzen“, wie er es nennt. Mit dem Forum solle der Ort in der Stadtgalerie entstehen, „in dem richtig das Leben tobt.“ Gerade sieht es noch so aus, als sei hier einfach ein Loch aus Beton in den Boden gelassen worden. „Das wird ein Wasserspiel“, erklärt Bauherr Martin euphorisch.

Er zeigt nach oben: „Dort werden Porträts von hundert Velbertern zu sehen sein.“ Vor einem Jahr seien beim Weinfest der Stadt Bilder von Menschen gemacht worden, die nun Einzug in die Stadtgalerie halten würden. „So können sich die Leute hier wiederfinden“, bestätigt auch Olaf Deistler, Center-Manager der Stadtgalerie.

Innovation als Leitbild der Stadtgalerie

Er verdeutlicht, dass die Verantwortlichen im neuen Einkaufszentrum Orte schaffen wollten, an denen die Leute sich wohlfühlen. „Eben mehr als nur Einkaufen“, wünscht sich Andreas Martin. Und dafür brauche es Menschen wie Arnd Klose. Gemeinsam betreten Martin und Deistler das neue Intersport im Einkaufszentrum.

Arnd Klose begrüßt sie mit den Worten: „Geil, oder?“ Er breitet die Arme aus und zeigt sein Geschäft, das mehr als tausend Quadratmeter Fläche hat. Hinter der Kasse fahren auf einem Bildschirm zwei Snowboarder bei atemberaubender Kulisse die Alpen hinab. „Der Laden ist Innovation pur“, freut Arnd Klose sich über die neuen Räume seines Geschäfts.

Eröffnung soll eine Überraschung bleiben

Und genau diese Begeisterung sei es, was die Geschäfte in der Stadtgalerie ausmache, meinen Andreas Martin und Olaf Deistler. „Natürlich freuen sich alle Mieter darauf, wenn’s bald endlich losgeht“, bestätigt der Center-Manager. Sie mussten ja auch lange genug warten: Ursprünglich war die Eröffnung der Stadtgalerie bereits für den 21. März geplant. „Letztendlich ist es allen Mietern aber auch lieber, dass erst eröffnet wird, wenn alles perfekt ist“, meint Andreas Martin.

Die Stadtgalerie solle mit ihren Geschäften die Innenstadt ergänzen, nicht verdrängen, stellt Deistler klar. Und deswegen freue er sich auch auf die Eröffnung am 25. April. Wie diese aussehen wird, möchte der Center-Manager allerdings noch nicht verraten. „Das soll natürlich eine Überraschung bleiben“, sagt Olaf Deistler grinsend. Nur so viel verrät er: „Es wird für jeden etwas dabei sein.“

>> EIN JAHR PLANUNG VOR BEGINN DER ABRISSARBEITEN

  • Im Mai 2017 veröffentlichte Concepta die Information, die Bauleitung für die Stadtgalerie zu übernehmen. Andreas Martin erklärt: „Davor haben wir mindestens ein Jahr lang im Stillen gearbeitet.“
  • Nach Eröffnung sollen in der Stadtgalerie 40 Läden auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern zum Schlendern einladen. Martin ist sich sicher: „Das ist ein ganz wichtiger Impuls für Velbert.“
  • Bilder zum Rundgang auf der Baustelle der Stadtgalerie finden sie hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben