KRIMINALITÄT

Entführung in Velbert: Verdächtiger ist in Untersuchungshaft

Gegen den 21-Jährigen aus Velbert besteht laut Staatsanwaltschaft dringender Tatverdacht wegen versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern und vollendeter Freiheitsberaubung. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Gegen den 21-Jährigen aus Velbert besteht laut Staatsanwaltschaft dringender Tatverdacht wegen versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern und vollendeter Freiheitsberaubung. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Foto: Michael Kleinrensing

Velbert.   Der Verdächtige im Fall der versuchten Entführung in Velbert sitzt in Untersuchungshaft. Es besteht Tatverdacht auf versuchten Kindesmissbrauch.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat neue Informationen zu der versuchten Entführung, die Ende Februar in Velbert stattgefunden hat. Nachdem die Polizei die Wohnung des 21-jährigen Verdächtigen durchsucht hat, ist der Velberter nun seit Ende März in Untersuchungshaft.

Die Auswertung seiner Technik wie Smartphone und Laptop habe ergeben, dass der Verdächtige sich ausführlich zu den Themen des Kindesmissbrauchs und der Kindesentführung informiert habe. „Wir gehen deswegen davon aus, dass der 21-Jährige den Jungen missbrauchen wollte“, bestätigt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilmann Baumert auf WAZ-Anfrage.

Haftgrund ist Wiederholungsgefahr

Die Staatsanwaltschaft habe deswegen einen Antrag beim Amtsgericht Wuppertal eingereicht, so dass am 28. März der Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr erging. Der Tatbestand laute versuchter sexueller Missbrauch von Kindern und vollendete Freiheitsberaubung. „Die Ermittlungen laufen noch und wir werden nun sehen, ob es zur Anzeige kommt“, erklärt Baumert.

Bei dem Fall war ein zehnjähriger Junge auf dem Weg zur Schule von einem Mann aus einem fahrenden Auto heraus angesprochen worden. Der Mann fragte den Jungen nach dem Weg zur Schule und forderte ihn auf, in sein Auto zu steigen – er würde ihn dann zu seiner Schule fahren. Der Junge kam der Aufforderung zunächst nicht nach.

Verdächtiger sprach Zehnjährigen aus dem Auto an

Als der Autofahrer dann jedoch aggressiver wurde, stieg der Junge in den Wagen ein und der Mann fuhr mit ihm davon. Im Wodantal verlor er dann in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in eine Böschung. Der Junge konnte das Auto verlassen und lief zur Schule. Dort berichtete er seinen Lehrern von dem Vorfall.

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