Kirche

Erfolgreiche Vesperkirche Niederberg geht in Velbert weiter

Bei der Premiere in der Christuskirche und der Wülfrather Stadtkirche war Henriette Sauppe Gastgeberin, bei der Neuauflage in der Apostelkirche darf die Pfarrerin aus Wülfrath auch mal selbst Gast sein.

Bei der Premiere in der Christuskirche und der Wülfrather Stadtkirche war Henriette Sauppe Gastgeberin, bei der Neuauflage in der Apostelkirche darf die Pfarrerin aus Wülfrath auch mal selbst Gast sein.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Die Vesperkirche ist vor allem ein Ort der Begegnung. Kirchenkreis und Diakonie setzen das Projekt jetzt in Velbert fort. Manches wird anders.

Das Motto „Vielfalt unterm Kirchendach“ ist das alte; die Grundidee ist noch weitaus älter, nämlich in einem warmen Raum warmes Essen aufzutischen und so über das gemeinsame Schmausen und Trinken miteinander in Kontakt kommen, sich wiedersehen und auch ganz neue Menschen kennenlernen. Aber sonst ist so Einiges neu bei der Vesperkirche Niederberg, die vom 26. Januar bis zum 9. Februar 2020 zum zweiten Mal stattfindet.

Andere Kirche und andere Umgebung

Die Dauer ist auf gut zwei Wochen halbiert, und es gibt nur einen Veranstaltungsort. Das ist nach der ev. Stadtkirche Wülfrath und der altehrwürdigen Velberter Christuskirche vor Ort die 63 Jahre junge Apostelkirche Dalbecksbaum. Ein anderer Raum, ein anderes Einzugsgebiet und eine andere Umgebung als bei der Premiere. „Wir sind hier immer offen für was Neues“, erklärt Heike Laukötter vom Arbeitskreis der zugehörigen Gemeinde die Beweggründe. Und Pfarrer Jens Hoffmann sieht die Vesperkirche als Möglichkeit, viele Menschen anzusprechen und auch ein wenig zu experimentieren.

Auf Wanderschaft durch die Gemeinden

Die Kirchengemeinde Dalbecksbaum habe sich „schon vor anderthalb Jahren heftig beworben“, erzählt Jürgen Buchholz, und habe jetzt sofort zugesagt, als man angefragt habe. „Wir machen das durchaus noch ein paar Jahre“, sagt der Superintendent des Kirchenkreises Niederberg, und man könne sich angesichts von insgesamt zehn Gemeinden ebenso gut vorstellen, auf Wanderschaft zu gehen. Wobei es aktuell eine klare Orientierung gibt: Das sind die Standorte bzw. Ausgabestellen der Tafel Niederberg.

Mehr als 7000 Essen bei der Erstauflage

Die Wülfrather hätten die Vesperkirche Niederberg auch gerne gehabt und organisiert, antwortet Henriette Sauppe auf Nachfrage. Aber viele hätten bereits angekündigt, dessen ungeachtet mitzumachen und halt eben nach Velbert zu kommen, so die Pfarrerin aus der Nachbarstadt. Nicht minder erfreulich: Erste Gruppen haben bereits ihre Mithilfe angeboten, wie Elisabeth Selter-Chow berichtet. Die Projektleiterin (Bergische Diakonie) nennt hierzu u. a. Stadtwerke, ein Gymnasium und ein Berufskolleg. Als Koch ist wieder Kai-Uwe Stachelhaus mit von der Partie. Übrigens: Bei der Premiere wurden insgesamt 7002 Essen ausgegeben.

Landeskirche gibt auch Geld dazu

Etwa 35 Helfer werden pro Tag gebraucht. Einzelne und auch Gruppen melden sich einfach bei Elisabeth Selter-Chow – 0202 2729-265 und elisabeth.selter-chow@vesperkirche-niederberg.de – oder gehen auf die Homepage www.vesperkirche-niederberg.de. Das sind auch die richtigen Kontaktdaten für Spender, die

zurzeit ganz besonders gesucht werden. Schließlich wird das Projekt nicht aus Kirchensteuermitteln finanziert. 12.000 Euro gibt wieder die Landeskirche; sollte am Ende ein Loch übrig bleiben, stopft es letztlich die Diakonie aus dafür vorgesehenen Mitteln.

Thementage im Takt der Tafel

Möglichst viele aus der Gesellschaft zusammenzubringen, Menschen aus unterschiedlichen Kontexten und mit verschiedenen Hintergründen und über das Essen miteinander in Kontakt zu bringen, betont Jürgen Bucholz, sei eine „ausgesprochen biblische Sache“. Es gibt wieder ein Rahmenprogramm, Thementage im Takt der Tafel Niederberg, Gottesdienste, Abendbrot und einen Familientag mit einem kleinen Mitmachzirkus. Eben einfach ganz viel Vielfalt unterm Kirchendach.

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