Kindertagesstätten

Gelsenwasser-Stiftung unterstützt Velberter Kitas

Elyas, hier mit Bereichsleiterin Aleandra Szczyrbowski, hat sich die Bauarbeiter-Sachen aus der Spielecke geholt.

Elyas, hier mit Bereichsleiterin Aleandra Szczyrbowski, hat sich die Bauarbeiter-Sachen aus der Spielecke geholt.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Das Abenteuerland hat jetzt ein Erzähltheater und die Kita Hardenberger Hof bekommt Sachen für Rollenspiele. Beides dient der Sprachförderung.

Mit dem Bildungsprojekt „von klein auf“ unterstützt die Gelsenwasser-Stiftung Kindergärten und Schulen. Dabei bilden Sprachprojekte den Schwerpunkt. Auch für zwei Velberter Kita gab es eine Förderzusage. Die Kolping-Kita Hardenberger Hof erhielt Unterstützung für den Rollenspielbereich. Das Familienzentrum Kolping-Kindertagesstätte Abenteuerland bekommt 500 Euro für die Ausstattung ihrer Erzähltheater. Am letzten Aktionstag der Schlüsselregion wurde die Kita von der Velberter Firma für Gebäudereinigung ORS unterstützt. Gemeinsam haben sie an dem Tag Erzähltheater gebaut, die nun noch ausgestattet werden müssen. Da kommen die 500 Euro gerade recht.

Kindergärtnerin erläutert den Begriff „Erzähltheater“

Für diejenigen, denen der Begriff „Erzähltheater“ fremd ist erläutert Martina Hanigk: Es ist „wie ein kleiner Fernseher mit Fensterläden, in die Bildkarten eingesteckt werden. Auf den Rückseiten der Karten steht die Geschichte – die wir dann gut ablesen können – wenn wir hinter dem Theater sitzen. Und dann gibt es noch Papierfigürchen, die wir ausschneiden und zum Erzählen der Geschichte benutzen.“

Die zweite Velberter Kita, die von der Gelsenwasser-Stiftung mit 1665 Euro gefördert wird, ist die Kolping-Kindertagesstätte Hardenberger Hof. Diese ist gerade im Umbau und möchte im Zuge dessen einen Rollenspielbereich für die Sprachförderung der Kinder schaffen.

90 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund

„Bei uns ist Sprachförderung ein großes Thema, vor allem, weil 90 Prozent unserer Kinder einen Migrationshintergrund haben“, erzählt die Teilbereichsleitung Alexandra Szczyrbowski, „Dafür sind Rollenspiele ideal, denn Kinder lernen neue Wörter am besten in einer spielerischen Situation“.

Die 55 Kinder in der Kita sind in drei Gruppen aufgeteilt: die Igel-, Fuchs- und Hasengruppe, von denen jede einen speziellen Bereich bekommt. Einen Kreativbereich, ein Ruheraum und einen Raum für Rollenspiele wird es nach dem Umbau geben, der Rollenspielbereich zum Beispiel wird der Hasengruppe zugeordnet.

Kinder durften Ideen beisteuern

Für den Rollenspielraum „benötigen wir einige Materialien wie Spielzeug, Verkleidungen und Kleinmöbel, zum Beispiel einen kleinen Kaufmannsladen und eine kleine Küche“. Als die Kita den Antrag an die Stiftung gestellt hat, musste sie genau angeben, was sie mit dem Geld machen will: „Davor haben wir mit den Kindern gemeinsam Ideen gesammelt. Sie haben sich vor allem Sachen gewünscht, die sie von Zuhause kennen. Sie möchten einkaufen gehen, kochen und einen Puppenwagen haben.“

Beim Rollenspiel können die Kinder dann in andere Rollen schlüpfen und so im Spiel mit- und voneinander Sprache erlernen. Durch ihre Sprache und Handlung können sie das Spiel so lenken, dass es für sie interessant bleibt. Weil die Informationen für die Kinder relevant sind, merken sie sich neue Wörter auch besser.

Bei diesen schlagkräftigen Argumenten konnte auch die Gelsenwasser-Stiftung dem Projekt die Förderung nicht versagen. So können sich die Kinder und Erzieher schon mal auf den neuen Rollenspielbereich freuen.

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