Sport

Inline-Speedskater des RSC Neviges beeindruckt bei Marathon

Fabian Ruhland überzeugte beim Deutsche-Post-Marathon in Bonn.

Fabian Ruhland überzeugte beim Deutsche-Post-Marathon in Bonn.

Foto: RSC Neviges

Neviges/wülfrath.   Der Inline-Speedskater Fabian Ruhland belegt beim Marathon in Bonn den dritten Rang in seiner Altersklasse. Schon als Kind sauste über die Bahn.

Speedskating ist normalerweise eine Sportart, die hierzulande für nicht besonders viel Aufsehen sorgt. Sie gehört nicht mal zum Kanon der olympischen Sportarten, doch für einen Sportler des Rollsport-Clubs Neviges (RSC) ist sie einer seiner Lebensmittelpunkte. Seit vielen Jahren flitzt Fabian Ruhland auf acht Rädern über den Asphalt der Republik und sorgt immer wieder für Achtungserfolge für seinen Club. Anfang April etwa belegte er beim Deutsche-Post-Marathon in Bonn in seiner Altersklasse, der so genannten männlichen Hauptklasse (MHK), gar einen überaus beachtlichen dritten Rang.

Teilnahme an deutschen Meisterschaften

Im Gesamtfeld erreichte der Athlet bei dem bundesweit anerkannten Wettkampf einen 52. Platz. Obwohl der Deutsche-Post-Marathon ein Amateur-Wettbewerb ist, hat Fabian Ruhland bereits höher klassige Inline-Luft geschnuppert: In Duisburg nahm er vor einiger Zeit an den nordrhein-westfälischen Meisterschaften teil, in Bielefeld sogar an den deutschen Meisterschaften. „Da schneide ich aber nicht so gut ab“, gibt der 25-Jährige, der im richtigen Leben Doktorand der Informatik ist, mit einem Lächeln bereitwillig zu.

Begonnen hat Ruhlands Begeisterung für die Geschwindigkeit auf den Rollen bereits vor längerer Zeit. Als Kind betrieb er mit großer Begeisterung Rollkunstlauf beim RSC in Neviges. „Der Standort hat sich einfach ergeben, ich wohne in Wülfrath“, sagt er. Doch recht schnell interessierte er sich mehr für die Inline-Skate-Abteilung, in die er nach einiger Zeit wechselte.

2012 erstmals bei einem Marathon gestartet

2012 traute er sich erstmals mit zwei Freunden bei einer größeren Veranstaltung an den Start: dem Marathon in Köln. Seitdem versucht Ruhland, mindestens ein bis zweimal pro Woche zu trainieren, um sein Niveau halten oder gar verbessern zu können. Was oftmals gar nicht so einfach ist: Denn besonders die Zeit in der Universität nimmt einige Zeit in Anspruch. „Falls ich es nicht schaffe, zu skaten, gehe ich ganz normal laufen, das mache ich auch recht oft“, sagt der Wülfrather.

Er mag den Adrenalin-Kick

Obwohl die Sportart ziemlich individualistisch wirke, wie Ruhland sagt, sei das Gemeinschaftsgefühl ganz wichtig. Das sei vor allem während der Wettbewerbe zu merken: „Man lernt viele Leute kennen. Wir fahren immer in Gruppen. Einer fährt vor, der Rest in dessen Windschatten, danach wechseln wir; das ergibt sich alles während des Rennens.“ Neben diesem Gemeinschafts-Effekt verweist der Skater zudem auf die Wirkung des Adrenalins. „Ich mag einfach auch die Geschwindigkeit“, gesteht er.

An erster Stelle steht die Doktorarbeit

Obwohl Ruhland den Sport auf Amateur-Basis betreibt und noch nie ein Preisgeld gewonnen hat, verfolgt der Doktorand doch weiterhin einige Ziele: Zuerst einmal steht ein relativ anspruchsvolles Rennen in Duisburg Mitte Juni auf dem Programm, an dem er gerne teilnehmen würde – doch das immer nur, falls der Doktoranden-Zeitplan es zulässt.

SPEEDSKATING-NATION DEUTSCHLAND

  • Speedskating gehört zum Inlineskating. Deutschland ist traditionell eine starke Speedskating-Nation. Genau wie Kolumbien, Frankreich und Italien.
  • Verschiedene Verbände kämpfen um die Aufnahme von Speedskating in die olympischen Sportarten. Jedoch waren alle Versuche bisher nicht von Erfolg gekrönt.
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