Jugendorganisation

Junge Velberter engagieren sich für Umwelt- und Klimaschutz

Der Vorstand der Grünen Jugend (v. l.); Lilly Krämer, Samuel Eickmann, Pia Liebergall und Thessa Schemken.

Der Vorstand der Grünen Jugend (v. l.); Lilly Krämer, Samuel Eickmann, Pia Liebergall und Thessa Schemken.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die Grüne Jugend, Ortsverband Velbert, hat sich gegründet. Dabei wollten die jungen Velberter eigentlich mit der Politik nichts zu tun haben.

„Die Umwelt liegt uns am Herzen“. Dieser kurze Satz ist die Begründung dafür, dass sich rund 20 junge Velberter vor rund einem Monat zusammengetan und die Grüne Jugend Velbert gegründet haben. Dabei wollten die Schüler eigentlich mit Politik zunächst nichts zu tun haben.

Das Thema Umwelt und Klimaschutz bewegte eine handvoll junger Frauen und Männer, die sich fast alle aus der Schule – das Geschwister-Scholl-Gymnasium – kennen. In der gemeinsamen Freizeit wurde diskutiert. „Irgendwann fanden wir dann, dass wir nicht nur reden sollten, sondern auch handeln“, erklärt Lilly Krämer, die im Vorstand der Velberter Grünen Jugend sitzt. Es wurde hin und her überlegt, zunächst hätten sie sich nicht unbedingt an eine politische Partei binden wollen. „Aber dann überwogen die Vorteile. Man erhält organisatorische Unterstützung, kann die Räume der Mutterpartei nutzen und bekommt finanzielle Unterstützung“, fügt Pia Liebergall hinzu.

In einem Velberter Wohnzimmer gegründet

Es wurde eine WhatsApp-Gruppe gegründet. Schnell wurden Freunde informiert und zum Mitmachen bewegt. Schließlich wurde die Grüne Jugend im Wohnzimmer eines der neuen Mitglieder gegründet. Es gibt bereits einen Vorstand mit Sprecher und Schriftführerin. Erst Kontakte zu den jungen Grünen aus Hilden, die sich bereits vor einiger Zeit gegründet haben, wurden geknüpft. Sie geben Tipps bei der Organisation der Ortsgruppe.

Von den „großen“ Grünen in Velbert sind sie momentan noch völlig unabhängig. „Wir haben uns noch gar nicht getroffen. Sie haben uns aber jetzt zu einem Grillabend eingeladen“, sagt Thessa Schemken, die in diesem Jahr Abitur gemacht hat.

Fokus liegt auf Umwelt- und Klimaschutz

Der Fokus der Gruppe liegt eindeutig auf Umwelt- und Klimaschutz, wie die jungen Leute betonen. Deshalb haben sie auch an der ersten Fridays-for-Future-Demo in Velbert teilgenommen und vor der Aussschuss-Sondersitzung zum geplanten Gewerbegebiet „Große Feld“ vor dem Tagungsraum im Forum Niederberg demonstriert. Die Velberter wollen an Tagungen und Seminaren des Bundes -und Landesverbandes teilnehmen, sich fortbilden. „Das Thema Digitalisierung interessiert uns auch, das kann für uns auch ein größeren Thema werden“, erklärt Samuel Eickmann, Sprecher der Grünen Jugend.

Unterstützung bei der Kommunalwahl 2020

Und ein weiterer Blick in die Zukunft gilt der Kommunalwahl im nächsten Jahr. Da wollen sie der Mutterpartei vor Ort unter die Arme greifen, beispielsweise Plakate kleben. Selber will aber niemand in die Kommunalpolitik vor Ort einsteigen. „Ich weiß ja gar nicht, wohin es mich nach dem Abi im nächsten Jahr verschlägt“, sagt Lilly Krämer. Einige in der Ortsgruppe machen im kommenden Jahr Abitur. Dass die Gruppe auch nach dem Weggang ihrer Gründer weiter existiert, da sind sie sich sicher. In der Mittelstufe haben schon einige Interesse an der Mitarbeit angemeldet.

Mitmachen bei der Grünen Jugend können Jungen und Mädchen ab 14 Jahren. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, immer sonntags, ab 17 Uhr in den Räumen der Grünen, Schulstraße 33. Warum ausgerechnet sonntags? Lilly Krämer: „Nur da haben wirklich alle Zeit. Unter der Woche haben wir viel zu viele Termine.“

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