Jubiläum

Velberter Friseursalon Muckel feiert 100-Jähriges

Brigitta Axt (rechts) leitet den Salon und freut sich zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen über die Urkunde der Innung.

Brigitta Axt (rechts) leitet den Salon und freut sich zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen über die Urkunde der Innung.

Foto: Friseur Muckel

Velbert-Mitte.  Der Velberter Friseursalon Muckel hat seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ursprünglich in Essen gegründet, aber seit 1928 in Velbert ansässig.

Gefeiert haben sie, und zwar kräftig – die Mitarbeiterinnen des Friseursalons Muckel an der Heiligenhauser Straße. Und das zu Recht: Vor 100 Jahren gründete Hermann Muckel nämlich seinen ersten Herrensalon. Damals zwar in Essen, doch schon 1928 erfolgte der Umzug nach Velbert.

An der Langenberger Straße blieb der Salon fast 20 Jahre, doch 1949 reichte der Platz nicht mehr – ein Damensalon ergänzte das Angebot, Muckel zog mitsamt Friseursalon an die Wülfrather Straße. Doch auch hier wurde es bald zu eng, nur vier Jahre später ging es zurück an die Langenberger Straße.

Es folgte ein weiterer Umzug – ganz in die Nähe des heutigen Standorts an der Heiligenhauser Straße. Anfang der 1950er Jahre stieg auch Margot, Hermann Muckels Frau, mit in das Geschäft ein, Sohn Max folgte 1955 nach erfolgreicher Meisterprüfung als Juniorchef. Nach dem Tod des Gründers 1965 übernahmen Sohn Max und Ehefrau Margot das Unternehmen, der Damensalon zog ein weiteres – und letztes – Mal um.

Viele Stammkunden

„Wir haben sehr viele Stammkunden hier“, sagt Brigitta Axt. Sie hat in dem Salon ihre Ausbildung gemacht und 2017 das Geschäft von Nicole Muckel übernommen. Mit ihr zusammen arbeiten fünf weitere Friseurinnen, darunter auch Nicole Muckel.

„Das Schöne an diesem Beruf ist ja, dass wir hier die Menschen teilweise ein Leben lang begleiten“, erzählt Brigitta Axt. „Wir erleben die Entwicklung: Manche kommen erst mit ihren Eltern und später als Erwachsene dann auch.“ Verändert habe sich in der Zeit, in der sie schon in dem Salon arbeitet, „eigentlich nicht viel“, sagt Brigitta Axt.

Man dürfe aber auch nicht stehen bleiben, stellt die Inhaberin fest. So gebe es inzwischen an jedem Platz die Möglichkeit, „dass sich die Kunden ihre Wunschfrisuren im Internet anschauen.“ Die kleinen digitalen Helfer hätten zudem einen weiteren Vorteil: „Wenn Kinder auf ihre Eltern warten müssen, können die sich damit beschäftigen.“

Gefeiert haben die Mitarbeiterinnen mit ihren Kunden und geladenen Gästen – dazu gab es eine kleine Überraschung, die Inhaberin Brigitta Axt organisiert hatte: Eine A-cappella-Band sorgte für Unterhaltung.

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