Digitalwerkstatt

Velberter Grundschüler nehmen an Digitalwerkstatt teil

Trainerin Katarina Dopheide mit Max (l) und Benjamin. Sie gibt Tipps, wie der Stop-Motion-Film der beiden richtig gut wird.

Trainerin Katarina Dopheide mit Max (l) und Benjamin. Sie gibt Tipps, wie der Stop-Motion-Film der beiden richtig gut wird.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Die Grundschule Birth hat am Projekt „Digitalwerkstatt“ des Landes NRW teilgenommen. Die Kinder haben allerdings nicht nur am Tablet gearbeitet.

„Weißt Du, wie man an bestimmen Stellen Musik macht?“ Fragend schaut Sudem zu Ronja Baetz auf, vor sich ein bunt umhülltes Tablet. Natürlich weiß Trainerin Ronja Bescheid und hilft Sudem und ihrer Freundin Anna.

Tablets in Schutzhüllen

Die beiden Neunjährigen gehen in die Känguruh-Klasse an der Grundschule Birth, eine vierte Klasse. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Miriam Dannert machen sie mit bei der Digitalwerkstatt, einem Projekt, das vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt wird. In einem Container auf dem Schulhof der Grundschule hocken die Schüler an sieben kleinen Tischen, immer in Teams. Auf den Tischen liegen Tablets in kindgerechten Schutzhüllen – schön bunt und gummiert. Aufgabe heute: einen Stop-Motion-Film erstellen.

Dazu haben die drei Trainerinnen Ronja Baetz, Katarina Dopheide und Nina Redemann jede Menge Material mitgebracht: Duplo-Figuren, bunt bedruckte Pappen für die Kulisse, Bastelmaterial.

Die Kulisse entsteht „analog“

„Es gibt auch Schulen, die wollen das Projekt unter ein bestimmtes Motto stellen, weil es gut zum jeweiligen Unterricht passt“, erläutert Ronja Baetz. Hier im Birth ist das nicht der Fall, die Kinder nutzen das mitgebrachte Material. Bevor es an die digitalen Geräte geht, wird erst einmal analog gearbeitet: Ein Storyboard muss sein, dann basteln die Kinder die Kulisse. Ach ja, und die Fotos für den späteren Film müssen auch geschossen werden.

Sudem und Anna lassen zwei Mädchen gemeinsam einkaufen gehen. Die Musik haben die beiden schon ausgewählt, jetzt sollen ihre Figuren auch sprechen. Katarina Dopheide zeigt auf dem großen Bildschirm an der Wand, wie die Sprechblasen in den Film kommen. Laura ist schon einen Schritt weiter: „Man kann auch auf das Mikro klicken und die Figuren richtig sprechen lassen.“

Applaus von den Mitschülern

Das stimmt – und Sudem und Anna probieren das auch gleich mal aus. „Die Kinder sind unglaublich neugierig und interessiert“, freut sich Trainerin Ronja Baetz. Auch die Klassenlehrerin ist begeistert: „Die Kinder haben das toll gemacht und auch viel Neues gelernt“, sagt Miriam Dannert. „Ich fand auch die Filme gut, die die gemacht haben.“ Das finden auch die Mitschüler: Bei der Vorführung gibt es viel Applaus für jedes Werk.

Nachmittags dann präsentieren alle Klassen, die an der Digitalwerkstatt teilgenommen haben, ihre Ergebnisse den Eltern. Die Känguruh-Klasse vertreten dabei Laura und Katharina – die sich ganz besonders freuen, denn: „Da wissen wir endlich mal mehr als die Erwachsenen und können denen erklären, was wir so alles gemacht haben.“

<<< DIE DIGITALOFFENSIVE SCHULE NRW

Die mobile Digitalwerkstatt ist Teil der Digitaloffensive Schule NRW und wird unterstützt vom Landesministerium für Schule und Bildung.

Das Ziel der Initiative ist es, noch mehr Schüler zu erreichen und konkrete Anwendungsbeispiele im Bereich digitaler Bildung zu zeigen.

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