Sport

Velberter Kinder legen das Minisportabzeichen ab

Mit Vollgas auf die Bahn: 50 Meter weit sollten die Kinder laufen, so schnell sie konnten.

Mit Vollgas auf die Bahn: 50 Meter weit sollten die Kinder laufen, so schnell sie konnten.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Kita-Kinder aus ganz Velbert legten das Minisportabzeichen ab – in Disziplinen wie „ganz weit springen“ oder „ganz schnell laufen“.

Die Ausgangsposition ähnelt der eines Sprinterläufers, beide Beine sind angewinkelt und die Hände stützen sich am Boden ab. Dann folgt der schnelle Anlauf und das Wichtigste: der weite Absprung nach vorne in den Sandkasten. Ungefähr einen Meter weit schafft es der sechsjährige Mats Berger von der St. Marien Kindertagesstätte beim Weitsprung. Wie weit genau der kleine Athlet es geschafft hat, wird beim „Minisportabzeichen“ jedoch nicht gemessen. Mit insgesamt 180 anderen Kinder aus sieben Velberter Kitas darf sich Mats an diesem Tag in sechs verschiedenen Disziplinen auf dem Ernst-Adolf-Sckär-Sportplatz ausprobieren.

Kindgerechte Namen für die Disziplinen

Hinter kindergerechten Namen wie „ganz weit springen“, „ganz schnell laufen“ oder „ganz hoch springen“ verbergen sich die Stationen Weitsprung, ein 50-Meter-Sprint und Hochsprung auf eine Matte, ohne Hindernisstange. Zudem konnten sich die vielen Kinder auch beim Weitwurf, einem Hindernisparcours und einem gemeinsamen 400-Meter-Dauerlauf auspowern.

Organisiert wird die Aktion gemeinsam von der Lott-Jonn-Initiative Kinder- und Jugendgesundheit und dem Kreissportbund Mettmann. „Es geht vor allem darum, den Spaß an der Bewegung zu fördern“, erläutert Lott-Jonn

Mitarbeiterin Ingrid Rössler. Als Belohnung bekommen am Ende alle kleinen Teilnehmer eine Medaille und eine Urkunde überreicht. Auch die Erzieherin Anika Liese ist von der Idee des Minisportabzeichens begeistert: „Viele Kinder erleben zum ersten Mal einen richtigen Sportplatz, auf dem sich voll austoben dürfen“. Zudem ist sich die Pädagogin sicher, dass man dadurch schon früh bei Kindern das Interesse für eine Sportart wecken kann.

„Kinder können Bewegungsdrang voll ausleben“

Und auch bei den Kindern kommt das Angebot sichtlich gut an. Es wird gelacht und untereinander gewetteifert. „Man merkt einfach wie viel Spaß die Kinder dabei haben. Die meisten haben einen solch starken Bewegungsdrang, dass sie sich hier voll ausleben können“, so KSB-Referent Simon Tsotsalas.

Bereits zum dritten Mal nehmen Velberter Kitas an der Sportaktivität teil. 2010 wurde das Angebot zum ersten Mal auf den Weg gebracht. Bis dahin gab es das Deutsche Sportabzeichen als breitensportlich orientiertes Angebot nur ab dem Grundschulalter. „Eigentlich zu spät“, so Rössler. Ziel sei es, die Bindung zu einem Sportverein schön früher entstehen zu lassen. Das Konzept solle die Städte zudem motivieren, die Aktion eigenständig durchzuführen. Seit Beginn waren bisher insgesamt mehr als 6800 Kinder aus 220 Kitas an der Aktion beteiligt.

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