E-Mobilität

Velberter Unternehmer setzt auf E-Mobilität

Christian Freibott im Transporter, mit dem seine Mitarbeiter zu Kunden fahren. Er sagt: „Wenn nicht wir als Elektriker mit E-Fahrzeugen fahren, wer dann?“

Christian Freibott im Transporter, mit dem seine Mitarbeiter zu Kunden fahren. Er sagt: „Wenn nicht wir als Elektriker mit E-Fahrzeugen fahren, wer dann?“

Foto: Alexandra Roth

Velbert-Mitte.   Christian Freibott ist Elektriker, baut unter anderem E-Ladestationen. Zu seinem Fuhrpark gehört auch ein Transporter mit Elektromotor.

„Wenn nicht wir als Elektriker E-Fahrzeuge nutzen, wer dann?“ Christian Freibott steht vor dem Haupteingang zu seiner Firma Eurotec in der Röbbeck. Am linken Rand des Parkplatzes steht eine Ladesäule für E-Fahrzeuge, daneben ein weißer Transporter und ein BMW i3. Bereits seit fünf Jahren setzt der Unternehmer auf E-Mobilität.

„Vor fünf Jahren haben wir uns gesagt, dass wir etwas anders machen müssen“, blickt Freibott zurück. Zunächst schaffte er einen Tesla an, später den i3 von BMW. Doch das war eher zu repräsentativen Zwecken gedacht. „Das sind schließlich markante Autos, die auffallen“.

Die Kunden sind begeistert von dem E-Scooter

Seit einigen Monaten nun hat Freibott den E-Scooter, einen Kleintransporter mit Elektromotor, im Fuhrpark. „Wir wollen zeigen, dass es mit der E-Mobilität funktioniert. Das Thema stößt ja noch auf viel Skepsis“, sagt Christian Freibott. Doch bei seinen Kunden komme es gut an, wenn der Monteur mit einem E-Fahrzeug vorfahre. „Wir stellen schließlich auch Ladesäulen auf. Da kann man dann sozusagen am lebenden Objekt zeigen, wie die Säule funktioniert.“ Die Reaktion: „Oft sagen die Leute dann: „Hey, das ist ja gar nicht so kompliziert.“

Mitarbeiter haben sich an den neuen Transporter gewöhnt

Der E-Scooter schafft – beladen mit Werkzeug – rund 160 Kilometer. „Das reicht, um zu den meisten Kunden zu kommen“, sagt Freibott. Basis für den E-Scooter ist das Modell, das auch die DHL benutzt. „Die Ausstattung ist nahezu identisch mit herkömmlichen Transportern“, erläutert der Unternehmer. „Der hat alles: Rückfahrkamera, Heizung etc. Nur keine Klima-Anlage.“ Seine Mitarbeiter seien zu Beginn erst skeptisch gewesen ob des neuen Fahrzeugs: „Inzwischen sind die aber ganz begeistert, vor allem weil der auch spritzig ist – gerade an der Ampel“, erzählt Christian Freibott lachend.

Kosten für den Strom liegen deutlich unter Spritkosten

Ladestationen hat er auf dem Firmengelände zwei, gerade sei er dabei, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren, um die Ladestation damit zu versorgen. Die Vorteile der E-Mobilität liegen für den Unternehmer auf der Hand: „Die Fahrzeuge sind wartungsarm, mit dem Tesla etwa war ich nicht einmal in der Werkstatt.“ Außerdem sind die Wagen zehn Jahre von der Steuer befreit. Und die Kosten für die Ladung liegen deutlich unter denen für eine herkömmliche Betankung: Um mit dem Tesla 400 Kilometer Reichweite zu erzielen, musste Christian Freibott etwa 16 Euro für die Ladung kalkulieren. „Das ist in etwa die Hälfte von dem, was Sprit für eine gleiche Reichweite kosten würde.“

Bislang testet der Elektriker den E-Transporter noch, „aber es ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch weitere Fahrzeuge besorgen“, sagt er.

>>STAMMTISCH FÜR E-MOBILISTEN

  • Regelmäßig gibt es im Velberter Brauhaus an der Güterstraße einen Stammtisch für E-Mobilisten und alle, die sich für das Thema interessieren. Wer dabei sein möchte, kann sich per Mail unter e-mobil-in-niederberg@gmx.de anmelden oder um weitere Informationen bitten.

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