Gericht

Vier Jahre und zehn Monate Haft für Velberter Drogenhändler

Vor dem Wuppertaler Landgericht wurde der Mann zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt.

Vor dem Wuppertaler Landgericht wurde der Mann zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt.

Foto: Uwe Möller

Wuppertal.   Polizisten hatten in der Wohnung des Mannes in Velbert-Birth 800 Gramm Heroin gefunden. Richter: Angeklagter muss in Entziehungsklinik.

Einen 33 Jahre alten Angeklagten aus Velbert hat das Landgericht Wuppertal wegen Heroinhandels zu vier Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Bewährung ist wegen der Höhe ausgeschlossen. Polizisten hatten Anfang Dezember 2018 in einer Wohnung im Stadtteil Birth 800 Gramm der Droge festgestellt. Der arbeitslose Mann wohnte dort mit seiner Mutter. Seine Taten hatte der Mann gestanden. Die Heroinmenge reicht nach Durchschnittswerten für 2400 einzelne Portionen. Den drogenkranken Angeklagten haben die Richter in eine Entziehungsklinik eingewiesen. Er hatte darum sogar ausdrücklich gebeten. Sein Anwalt erklärte: „Er will so schnell wie möglich wieder für seine Freundin und für das gemeinsame Kind da sein.“

Seit dem 16.Lebensjahr Drogen konsumiert

Den Angeklagten hatte im Juni 2018 ein 38 Jahre alter Drogen-Straßenverkäufer benannt. Dieser Mann war von Ermittlern an der Saubrücke festgenommen worden. Er ist in einem eigenen Verfahren bereits rechtskräftig verurteilt und sitzt zur Behandlung in einer Entziehungsklinik. Die Wohnungsdurchsuchung bei den 33-Jährigen folgte sechs Monate später, war aber dennoch erfolgreich: Neben abgepacktem Heroin und Frischhaltedosen voller Streckmittel fanden sich eine Waage und Hundekotbeutel. In diesen soll der 33-Jährige seine Drogen abgegeben haben.

In dem Verfahren berichtete der Angeklagte, er konsumiere seit dem 16. Lebensjahr Drogen. Heroin nehme er, seit er 20 Jahre alt war. In der Folge soll er mehrfach schwer erkrankt gewesen sein. Der Mann habe eine Handwerker-Lehre durchlaufen, aber die Prüfung nicht abgelegt. Dem Drogenverkauf habe er sich zugewandt, um seine eigene Sucht zu finanzieren. Hinterleute oder weitere Straßenverkäufer benannte der Angeklagte nicht. Sein Anwalt sagte: „Er will sich schützen.“ Das Urteil ist noch angreifbar.

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